Foto: Insgesamt 16 Projekte waren für den Heidelberger Pflegepreis 2025 des Universitätsklinikums Heidelberg nominiert. (c) UKHD
Heidelberger Pflegepreis ehrt zukunftsweisende Projekte
Unter dem Motto „Vielfalt pflegen, Zukunft gestalten“ hat das Universitätsklinikum Heidelberg (UKHD) am Dienstag, 22. Juli, mit Unterstützung der Manfred Lautenschläger-Stiftung zum siebten Mal den Heidelberger Pflegepreis vergeben. Ausgezeichnet wurden drei Pflegeteams, die Jury und Publikum insbesondere durch den praktischen Nutzen ihrer Konzepte, ihre hohe Relevanz für aktuelle Herausforderungen im Gesundheitswesen sowie durch Innovationskraft und Qualität überzeugten.
Mit dem Heidelberger Pflegepreis werden Initiativen ausgezeichnet, die von Pflegeteams des Universitätsklinikums Heidelberg entwickelt wurden und einen konkreten Beitrag zur Verbesserung der Patientenversorgung leisten. Darüber hinaus würdigt die Auszeichnung Projekte, die die Zufriedenheit von Patientinnen, Patienten und Mitarbeitenden fördern oder die interprofessionelle Zusammenarbeit innerhalb des UKHD stärken. „Exzellente Pflege entsteht dort, wo Engagement auf Fachkompetenz trifft – und genau das würdigt der Pflegepreis am UKHD. Die eingereichten und ausgezeichneten Projekte zeigen, wie unsere Teams mit Kreativität, Innovationsgeist und Leidenschaft die Zukunft der Pflege gestalten und immer wieder neue Maßstäbe setzen“, sagte Yvonne Dintelmann, Pflegedirektorin im Vorstand des UKHD.
Insgesamt 16 Projekte waren in diesem Jahr für den Heidelberger Pflegepreis nominiert. Die Bewertung erfolgte durch drei Fachjurys, bestehend aus Pflegeexpertinnen und -experten sowie Auszubildenden. Zusätzlich konnte das Publikum im Hörsaal der Medizinischen Klinik seine Stimme abgeben und so aktiv über die Vergabe mitentscheiden. Die eingereichten Projekte deckten ein breites Themenspektrum ab – darunter Maßnahmen zur körperlichen Entlastung des OP-Personals durch den Einsatz von Exoskeletten, Achtsamkeitsangebote für Krebspatientinnen und -patienten sowie Ansätze zur stärkeren Einbindung von Angehörigen auf Intensivstationen. Mehrere Vorhaben fokussierten zudem auf strukturierte Einarbeitungskonzepte, gezielte Aus- und Weiterbildungsangebote sowie eine verbesserte Teamkommunikation.
„Vielfalt in den Teams ist hierbei unsere Stärke: Wie eine Brücke verbindet sie Menschen mit unterschiedlichsten Hintergründen und Kompetenzen und treibt so die Pflegeexzellenz voran. Mit dem Pflegepreis setzen wir genau diese Vielfalt ins Rampenlicht und schenken ihr die Anerkennung, die sie verdient“, erläuterte Dintelmann. „Unsere Teams am UKHD zeigen mit ihren Einreichungen eindrucksvoll, wie sehr sie sich für die Zukunft der Pflege einsetzen. Die Jury und das Publikum hatten es daher schwer, eine Entscheidung zu treffen.“
Drei Teams erhalten den Heidelberger Pflegepreis
Den ersten belegten Eva Langer, Anja Fulge, Sarah Brockmann und Kerstin Geis vom Zentrum für Innere Medizin, Gastroenterologische und Kardiologische ICU/IMC. Ausgezeichnet wurde ihr Traineeprogramm für Pflegefachpersonen im Internistischen Intensivzentrum. Das Programm ermöglicht neuen Teammitgliedern eine strukturierte und gezielte Einarbeitung über den Zeitraum eines Jahres und unterstützt sie dabei, sicher neue Kompetenzen zu erwerben. Es leistet damit einen wichtigen Beitrag zur Sicherung der Versorgungsqualität und zur langfristigen Bindung von Fachkräften.
Den zweiten Platz sicherten sich Heidi Bachmann und Rebecca Kögel von der Arbeitsgruppe Angehörigenfreundliche Intensivstation am Zentrum für Orthopädie, Unfallchirurgie und Paraplegiologie. Ausgezeichnet wurde ihr Engagement für die Zertifizierung der Station als „Angehörigenfreundliche Intensivstation“. Im Mittelpunkt des Projekts steht die aktive Einbindung von Angehörigen in den Behandlungsalltag von Patientinnen und Patienten auf der Intensivstation – unter anderem durch flexible Besuchszeiten. Dieses Konzept erhöht nachweislich die Zufriedenheit aller Beteiligten und wirkt sich zugleich positiv auf den Genesungsverlauf der Patientinnen und Patienten aus.
Den dritten Platz erhielten Martina Kunz und Daniela Brunnert vom Zentral-OP des Zentrums für Orthopädie, Unfallchirurgie und Paraplegiologie für ihr Projekt HILLOP – Heidelberger Interprofessioneller Lern- und Lehr-OP Saal. Mit diesem Konzept wurde ein geschützter Raum für interprofessionelles Lernen im Operationssaal geschaffen. Ziel ist es, die Zusammenarbeit im OP-Team gezielt zu fördern und dadurch sowohl die Teamkompetenz als auch die Patientensicherheit nachhaltig zu stärken.
Zusätzlich zum Hauptwettbewerb wurden zwei Poster-Sonderpreise verliehen. Den ersten Platz in dieser Kategorie sicherten sich David Eichstädter, Stefan Behrens und weitere Teammitglieder vom Zentrum für Orthopädie, Unfallchirurgie und Paraplegiologie mit ihrem Poster „Schlierbach goes is Magnet!“. Der zweite Platz ging an Elea Wörner, Laura Speh und Lena Jung von der Medizinischen Klinik für ihr Poster „Ausgezeichnet gestartet – im Intensivzentrum angekommen: Notfallmanagement im Behandlungszimmer der Medizinischen Klinik“. Für dieses Projekt waren sie bereits 2017 mit dem Heidelberger Pflegepreis ausgezeichnet worden.
Die Preisgelder für den Heidelberger Pflegepreis betragen 2.000 Euro für den ersten Platz, 1.500 Euro für den zweiten und 1.000 Euro für den dritten Platz. Die Gewinner des Poster-Sonderpreises erhalten jeweils 200 Euro. Alle übrigen teilnehmenden Teams wurden mit einem Trostpreis sowie einer Teilnehmerurkunde gewürdigt. Seit 2017 wird der Heidelberger Pflegepreis von der Pflegedirektion des Universitätsklinikums Heidelberg gemeinsam mit der Manfred Lautenschläger-Stiftung vergeben.
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