Foto: v.l. Dorothea Sophie Baus, Sandra Postel, David García Méndez, Borislav Bacic (c) Marten Ronneburg/Springer Medizin Verlag GmbH
Pflegemanagement-Award 2026 verliehen
Sandra Postel wurde zur Pflegemanagerin des Jahres 2026 ausgezeichnet. Bei den Nachwuchs-Preisträger:innen überzeugten insbesondere Advance Practice Nursing, sektorenübergreifende Ansätze und die gelungene Integration in bestehende Versorgungskonzepte. Der erste Platz wurde dabei gleich zweimal vergeben. Die Auszeichnung wird jährlich vom Bundesverband Pflegemanagement gemeinsam mit Springer Pflege verliehen.
Mit Sandra Postel wird eine Pflegepersönlichkeit zur Pflegemanagerin des Jahres 2026 gekürt. Die Preisträger:innen des Nachwuchspreises repräsentieren eine neue Generation von Pflegeführungskräften, die den Wandel aktiv gestalten und fachliche Expertise mit Management-, Integrations- und wissenschaftlichen Kompetenzen verbinden. Die Preisverleihung fand am 30. Januar 2026 im Rahmen des Kongresses Pflege in Berlin statt. Zu den Sponsoren der Veranstaltung zählen ZEQ, Fresenius Kabi Deutschland und Arjo.
Pflegemanagerin des Jahres
Sandra Postel wurde in der Kategorie Pflegemanager:in des Jahres an die Spitze gewählt. Als Präsidentin der Pflegekammer NRW und Leiterin der Stabstelle „Pflege und Sozialpolitik“ bei der Marienhaus-Gruppe hat sie die Jury mit ihrem konsequenten Engagement für die berufspolitische Weiterentwicklung der professionellen Pflege beeindruckt – ein Leitmotiv, das sich durch ihren gesamten beruflichen Werdegang zieht. Ihre ausgeprägte Fach- und Führungskompetenz gründet auf einer Kombination vielfältiger Qualifikationen und ihrer langjährigen Erfahrung als Pflegefachfrau, Berufspädagogin und Pflegewissenschaftlerin. Bekannt ist sie zudem für ihre praxisnahe, lösungsorientierte Arbeitsweise sowie ihr hohes Maß an Verhandlungs- und Moderationsfähigkeit. „Sandra Postel ist eine herausragende Pflegepersönlichkeit, prädestiniert für die Mitgestaltung der künftigen Pflegeposition und übernimmt damit eine besondere Vorbildrolle für den Pflegenachwuchs“, freut sich Sarah Lukuc, Vorstandsvorsitzende des Bundesverbands Pflegemanagement.
Nachwuchs-Pflegemanager:in des Jahres
In der Kategorie Nachwuchs-Pflegemanager:in des Jahres teilen sich Dorothea Sophie Baus vom Evangelischen Klinikum Bethel und David García Méndez von der Klinik für Gerontopsychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie des Pfalzklinikums AdöR den ersten Platz. Mit ihren Projekten zeigen beide auf, welches Potenzial die Patient:innenversorgung durch den gezielten Einsatz von Advanced Practice Nursing entfalten kann. Zentral für ihre Führungsarbeit ist ein partizipativer Ansatz, der auf Empowerment setzt und damit den Wandel aktiv gestaltet.
Dorothea Sophie Baus hat mit der Einführung von Advanced Practice Nursing am Akutkrankenhaus Bethel neue Maßstäbe gesetzt. Grundlage für den Erfolg ihres gemeinsam entwickelten Projekts „Patientenbeteiligung mal anders“ sind ihr fundiertes pflegepraktisches Wissen, ihre akademische Expertise – unter anderem in der Organisationsentwicklung – sowie ihre strategische Führungskompetenz. Das Projekt wurde 2024 mit der Theodor-Fliedner-Medaille ausgezeichnet und gilt inzwischen als wegweisendes Modell für die Entwicklung der APN-Rolle in Deutschland.
Als Projektleiter von „Prävent+ – Ihr Plus für ein gesundes Gedächtnis“ setzt David García Méndez seine umfassende Erfahrung als Pflegepraktiker und -akademiker gezielt für eine gestaltende Pflege ein. Auf Grundlage einer detaillierten Analyse der Versorgungssituation entwickelte er gemeinsam mit seinem Team die zentralen Elemente des zukünftigen Versorgungsmodells. Dabei stehen Früherkennung mit evidenzbasierten Instrumenten sowie die strukturierte Einbindung und Unterstützung pflegender Angehöriger im Fokus. Besonders hervorzuheben ist die innovative Kombination aus sektorenübergreifendem Ansatz und der Einführung von APNs als fallverantwortliche Fachkräfte in der Demenzdiagnostik und -versorgung.
Den zweiten Platz belegte Borislav Bacic, der exemplarisch für gelungene Integration, Pflegeexzellenz und Führungsstärke steht. 2018 kam er aus Serbien nach Deutschland, nahm am „Triple Win Programm“ teil und erlangte parallel zu seiner Arbeit auf Station sowohl die fachliche Anerkennung als auch die Deutsch-Sprachprüfung. Schon kurze Zeit später übernahm er die Leitung der kardiologischen Wachstation. Durch fachliche Expertise, Empathie und offene Kommunikation gelang es ihm innerhalb weniger Monate, aus einem unzufriedenen Team mit hoher Fluktuation ein leistungsstarkes Spitzenteam zu formen.
„Als ehemalige Preisträgerin freut es mich besonders zu sehen, dass die neue Generation an Pflegemanagern angekommen ist: Gestaltung statt Begleitung, Integration statt Einzelkämpfertum, Übertragung von Verantwortung statt Delegation von Aufgaben. Die professionelle Pflege hat ihr Schattendasein verlassen. Auch dank solcher Pflegepersönlichkeiten wie unserer diesjährigen Pflegemanagerin des Jahres“ begeistert sich Sarah Lukuc.
Zur Pressemitteilung: https://www.bv-pflegemanagement.de/meldung/items/832.html

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