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Neue DFPP-Praxisempfehlung unterstützt psychiatrische Pflege bei Suizidprävention

Suizidalität bleibt eine der größten und zugleich stark tabuisierten Herausforderungen in der psychiatrischen Versorgung. Pflegefachpersonen stehen hierbei in direktem und kontinuierlichem Kontakt mit Menschen in existenziellen Krisen. Sie spielen eine zentrale Rolle bei der Risikoeinschätzung, Krisenintervention und Stabilisierung Betroffener. Die Deutsche Fachgesellschaft für Psychiatrische Pflege (DFPP) hat nun eine neue Praxisempfehlung zum Umgang mit Suizidalität veröffentlicht. Diese bündelt aktuelles fachliches Wissen der psychiatrischen Pflege und bietet Orientierung für Diagnostik, Planung, Intervention und Postvention.

Ziel dieser Praxisempfehlung sei es, die Handlungssicherheit von Pflegefachpersonen zu stärken und eine reflektierte, beziehungsorientierte Pflegepraxis zu fördern, betont die DFPP. Die Empfehlung wurde von einer Unterarbeitsgruppe auf Grundlage aktueller Literatur, praxisbezogener Diskussionen und konsentierter Abstimmungen entwickelt.

Nach vier Jahrzehnten kontinuierlichen Rückgangs der Suizidraten ist in Deutschland seit 2021 ein erneuter Anstieg zu verzeichnen. Wöchentlich sterben hierzulande etwa 200 Menschen durch Suizid – eine Zahl, die in ihrer Dimension einem voll besetzten Passagierflugzeug entspricht. Gleichzeitig bleibt Suizidalität gesellschaftlich stark tabuisiert. Vor diesem Hintergrund hebt die DFPP die Bedeutung der psychiatrischen Pflege hervor: Sie ist oftmals die erste Anlaufstelle für suizidgefährdete Menschen und kann entscheidend zur Prävention und Krisenintervention beitragen.

Die Praxisempfehlung richtet sich explizit an psychiatrische Pflegefachpersonen und vermittelt praxisnah Wissen über die Grundlagen von Suizidalität, spezifische Herausforderungen im Pflegealltag sowie wirksame Interventionsstrategien. Sie unterstützt Pflegekräfte dabei, ihre Kompetenz zu stärken, das Schweigen zu brechen und Leben zu bewahren.
Die Publikation steht ab sofort interessierten Fachkräften zur Verfügung.

Die Praxisempfehlung finden Sie hier.

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