Österreich: Höhere Dienstplanstabilität durch neuen „LGA-Pflege-Pool Thermenregion“

Dienstplan erstellen Pflege ÖsterreichBereits im Februar begann das Pilotprojekt „LGA-Pflege-Pool Thermenregion“ unter der Leitung von Karin Gräf. In diesem Projekt helfen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Pflege-Pools den Pflege- und Betreuungszentren (PBZ) bei kurzfristigen Ausfällen. Dadurch erhalten die Teams an den PBZ-Standorten eine höhere Stabilität bei ihren Dienstplänen. Ab August wird das Projekt auch in den PBZ-Standorten Wr. Neustadt, Gutenstein und Pottendorf vollständig umgesetzt.

„Ziel des Pflege-Pools in der Thermenregion ist es, die Pflegekräfte an den PBZ Standorten in der Thermenregion nachhaltig zu entlasten. Die Erfahrungen der ersten Monate zeigen, dass durch den Pflege-Pool die Dienstplanstabilität nachhaltig erhöht wurde. Ab August können nun alle Standorte in der Thermenregion auf die Unterstützung der Pool-Mitarbeiterinnen und -Mitarbeiter zurückgreifen. Dieses Pilotprojekt gilt als zukunftsorientiertes Projekt und hat in Niederösterreich eine Vorreiterrolle eingenommen. Zur Initiierung und erfolgreichen Durchführung dieses Projektes darf ich der Thermenregion-Geschäftsführerin Silvia Bodi und ihrem Team rund um Karin Gräf herzlich gratulieren“, freut sich Landesrätin Christiane Teschl-Hofmeister.

Die Teammitglieder des Pools sind jeweils für drei Standorte zuständig. Sie geben feste Tage an, an denen sie verfügbar sind, was ihnen eine stabile Dienstplanung ermöglicht. Über eine Onlineplattform können die Standorte die Pflegekräfte anfordern, wodurch interne Einspringdienste bei kurzfristigen Ausfällen seltener notwendig werden. Dies führt zu einer höheren Dienstplanstabilität in den Pflege- und Betreuungszentren der Thermenregion.

Silvia Bodi, Geschäftsführerin der Gesundheit Thermenregion und Initiatorin des Projekts: „Es freut mich sehr, dass wir mit Karin Gräf eine in der Langzeitpflege und Mitarbeiterführung erfahrene Kollegin für die Leitung des Pools gewinnen konnten. Das Ziel dieses bislang einzigartigen Projektes ist es, die Pflegekräfte an den Standorten zu entlasten und für eine größere Dienstplanstabilität zu sorgen. Gleichzeitig ergibt sich auch ein neues berufliches Angebot an Pflegekräfte Teil des Thermenregion Pflege-Pools zu werden.“

Der „LGA-Pflege-Pool Thermenregion“ ist in vier Teilregionen unterteilt und wird seit Februar schrittweise eingeführt. Seit Februar ist der Pflege-Pool in den PBZ Baden, Bad Vöslau und Berndorf aktiv, seit April in Gloggnitz, Scheiblingkirchen und Neunkirchen. Die Einführung in den PBZ Wiener Neustadt, Gutenstein und Pottendorf erfolgt seit Juni und ab August auch in den PBZ Mödling, Himberg und Vösendorf.


Zur Pressemitteilung: https://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20240731_OTS0072/hoehere-dienstplanstabilitaet-durch-neuen-lga-pflege-pool-thermenregion

Foto: stock.adobe.com – Summit Art Creations

 

 

 

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Landesklinikum Baden-Mödling: Pilotprojekt "Geteilte Führung" in der Pflege

csm PA Geteilte Fuehrung 6f9f034050Im Landesklinikum Baden-Mödling startet ein innovatives Pilotprojekt zur Einführung eines Teilzeitmodells in der Pflegeleitung. Die Landesgesundheitsagentur hat verschiedene Modelle zur Pilotierung vorgeschlagen, darunter das Jobsharing-Modell "geteilte Führung". In diesem Modell teilen sich zwei Mitarbeiter/innen gleichberechtigt eine Führungsposition.

Das Projekt wird sowohl von der NÖ Landesgesundheitsagentur als auch von der Klinikleitung des Landesklinikums Baden-Mödling unterstützt. Renate Hlauschek und Franziska Wedekind haben vor kurzem die Herausforderung angenommen und teilen sich die Leitung der IMC-Neonatologie sowie der Kinder- und Jugendlichenambulanz. Gemeinsam führen sie ein rund 30-köpfiges Team und gewährleisten trotz Teilzeitarbeit eine professionelle Teamführung durch ihre hervorragende Zusammenarbeit.

„Wir freuen uns sehr, diese Möglichkeit zu bekommen und als ‚Erste‘ unter allen niederösterreichischen Landeskliniken, dieses Modell umzusetzen zu können. Das Pilotprojekt wird zudem regelmäßig evaluiert und die gewonnenen Erkenntnisse und Erfahrungen optimiert" so das neue Leitungsduo Renate Hlauschek und Franziska Wedekind.

„Das Konzept Jobsharing beinhaltet die Zusammenarbeit zweier Führungskräfte, die ihre jeweiligen Stärken und Kompetenzen einbringen. Durch die Aufteilung der Verantwortung auf zwei Personen sollen Synergieeffekte genutzt, Belastung einzelner Führungskräfte reduziert und das volle Potenzial von Teilzeitmitarbeitenden ausgeschöpft werden“, erklärt Pflegedirektorin Petra Augustin.

Eckdaten zum neuen Führungsduo:

  • Renate Hlauschek ist seit 1986 auf verschiedenen Stationen im Landesklinikum Mödling tätig. Sie betreute den externen pädiatrischen Pflegedienst, der Frühgeborene, kranke Neugeborene sowie Kinder und Jugendliche nach dem Krankenhausaufenthalt zuhause weiterbegleitet. Renate Hlauschek hat etliche Sonderausbildungen im Bereich Führung sowie schloss sie den Master of Palliative Care ab. Neben der Tätigkeit als Stationsleiterin ist sie Geschäftsführerin von MOKI NÖ.
  • Franziska Wedekind ist seit 2007 an der Abteilung für Kinder- und Jugendheilkunde im Landesklinikum Mödling als diplomierte Gesundheits- und Kinderkrankenpflegerin in verschiedensten Bereichen tätig. Zudem begleitete sie viele Projekte, wie zum Beispiel: das Projekt „Selbsthilfefreundliches Krankenhaus“ oder die Implementierung von pädiatrischen Betten. Zusatzausbildungen hat Franziska Wedekind im Palliativbereich für die Pädiatrie, Ausbildung zur Praxisanleiterin sowie „School Health Nursing“.

Zur Pressemitteilung: https://www.landesgesundheitsagentur.at/presse/presseaussendungen/newsdetail/landesklinikum-baden-moedling-pilotprojekt-geteilte-fuehrung

Foto: v.l.n.r. DGKP Renate Hlauschek, MMSc; Pflegedirektorin DGKP Petra Augustin, MSc; DGKP Franziska Wedekind

 

 

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Klinikum Leverkusen führt mit "Jahresarbeitszeit" flexibles Arbeitszeitmodell für Pflegekräfte ein

jahresarbeitszeit flexible arbeitszeit pflegekräfteDas Klinikum Leverkusen hat ein innovatives Arbeitszeitmodell eingeführt, das speziell für Teilzeitkräfte in der Klinik für Kinder und Jugendliche entwickelt wurde. Dieses Modell soll die Schwankungen bei der Patientenzahl, die saisonal stark variieren, ausgleichen. 

Um dieser Herausforderung zu begegnen, wurde im Gesundheitspark Schlebusch die „Jahresarbeitszeit“ eingeführt. Dieses Modell basiert auf einem Arbeitszeitkonto und ermöglicht es Teilzeitkräften, ihre Arbeitszeit über ein ganzes Jahr hinweg flexibel zu gestalten. „Eine Pflegekraft mit einem 50-Prozent-Teilzeitvertrag kann beispielsweise von Oktober bis März Vollzeit arbeiten und hat dann von April bis September frei“, erläutert Pflegedirektor Matthias Klimkait. Die Vergütung bleibt dabei über die gesamten zwölf Monate konstant.

Pflegedirektor Klimkait betont, dass die genaue Planung der Arbeits- und Freizeitphasen individuell und in Absprache erfolgt. Dieses flexible Modell wird auch den Mitarbeitenden des „FlexPools“ im Klinikum angeboten. Diese Mitarbeiter sind nicht an eine feste Station gebunden und haben bereits jetzt eine sehr flexible Arbeitszeitgestaltung. Durch die Einführung der Jahresarbeitszeit erhalten sie nun noch mehr Freiheiten.

„Unser Ziel ist es, nicht nur die Arbeitsbelastung in den Wintermonaten zu verringern“, so Klimkait weiter. „Wir möchten auch die Zufriedenheit unserer Mitarbeiter steigern, indem wir die Vereinbarkeit von Familie, Freizeit und Beruf verbessern.“


Zur Pressemitteilung: https://www.klinikum-lev.de/news/jahresarbeitszeit-fuer-pflegefachkraefte

Foto: stock.adobe.com – Piman Khrutmuang

 

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