Deutschland steht vor der Herausforderung, den steigenden Bedarf an qualifizierten Pflegekräften zu decken. Die demografische Entwicklung und die zunehmende Lebenserwartung führen zu einem Anstieg der Pflegebedürftigen. Dabei wird auch zusätzliches, qualifiziertes Pflegefachpersonal aus dem Ausland künftig eine wichtige Rolle spielen. Die Zuwanderung von Pflegefachkräften aus dem Ausland und die berufsrechtliche Anerkennung ausländischer Berufsabschlüsse sind jetzt Thema beim achten Fachgespräch am Bayerischen Landesamt für Pflege (LfP) gewesen.
Impulsgeber war Prof. Dr. Lukas Slotala von der Fakultät für Angewandte Sozialwissenschaften der Technischen Hochschule Würzburg-Schweinfurt. Er sprach unter anderem über den bundesrechtlichen Verfahrensrahmen und den derzeitigen Status der Antragsumsetzung.
Die Zuwanderung internationaler Pflegefachpersonen nach Bayern – insbesondere aus Drittstaaten – werde auch in den kommenden Jahren deutlich zunehmen, so Achim Uhl, Leiter des Bayerischen Landesamtes für Pflege. Als Herausforderung sehe er zum einen den Qualifizierungsbedarf und die Einarbeitung internationaler Pflegefachkräfte, zum anderen die Überprüfung des Qualifikationsniveaus und der Qualifikationsinhalte: „Pflegefachpersonen aus dem Ausland verfügen über Berufsabschlüsse und -erfahrungen in unterschiedlichen Bildungs-, Beschäftigungs- sowie Pflege- und Gesundheitssystemen. Deshalb muss die fachliche und die sprachliche Qualifikation geprüft werden.“ Auch die Integration in den Arbeitsalltag und das soziale Leben seien wichtige Schritte hin zu einer erfolgreichen und nachhaltigen Rekrutierung internationaler Pflegefachpersonen.
Weitere Informationen zum Thema können Interessierte unter
DPR veröffentlicht Positionspapier: Finanzreform im Gesundheitswesen muss Versorgungslogik einschließen
Der Deutsche Pflegerat (DPR) hat ein Positionspapier zum Ersten Bericht der FinanzKommission Gesundheit veröffentlicht. Darin erkennt der DPR den finanziellen Handlungsdruck in der gesetzlichen Kranke...Nachhaltige Pflege im Ruhrgebiet: Forschungsprojekt „sustain2care.ruhr" gestartet
Seit Januar 2026 bündeln die Hochschule Bochum, MedEcon Ruhr und das RWI – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung ihre Kompetenzen im Rahmen des Forschungsprojekts „sustain2care.ruhr". Gemeinsames ...Meilenstein für Pflegewissenschaft: DFG nimmt Disziplin erstmals in Fächerstruktur auf
Ein historischer Meilenstein für die Pflegewissenschaft in Deutschland: Zum ersten Mal wurde die Disziplin offiziell in die Fächerstruktur der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) aufgenommen. Damit...DGPPN-Preis: Psychiatrisch innovative Projekte in Pflege und Gesundheitsberufen gesucht
Die Deutsche Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie, Psychosomatik und Nervenheilkunde e. V. (DGPPN) ruft Fachkräfte, Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sowie Projektverantwortliche daz...Zeige mir Aktuelles aus der Kategorie...
Sie möchten Pflegewissenschaft abonnieren?
Pflegewissenschaft ist die interntionale, peer-reviewte Fachzeitschrift für alle Berufe der Pflege. Sie möchte einen Beitrag für Wissenschaft, Forschung und Praxis des Pflegeberufes leisten sowie Praktikern konkrete Hilfen und Anregungen geben.
Bleiben Sie stets auf dem aktuellen Stand der Pflegeforschung:


Berliner Senat lehnt Gesetzentwurf der CDU-Fraktion für eine Pflegekammer ab
Die Mitgliederdaten der Pflegekammer Nordrhein-Westfalen zeigen: Jede dritte Pflegefachperson ist über 55 Jahre und geht bald in Rente
