Einbindung von Pflegefachwissen im Rahmen der Pandemie. Pflegerische Selbstverwaltungen sollten dringend Teil der Krisenstäbe sein.
Daniele Hunlede, M.A.; Cristina Thole, M.A.; Nora Wehrstedt, M.S.M.; Anja Wiedermann, Dipl. Pflegepäd. (FH)
Pflegewissenschaft, Hungen · 2020 · Heft 5 · S. 10 bis 14 · DOI 10.3936/docid196776
Abstract
Einleitung In der aktuellen Situation rund um die Covid-19-Pandemie werden die Versäumnisse der letzten Jahrzehnte in der Gesundheitsund Pflegepolitik deutlich. Pflegerische Interessensvertretungen wiesen kontinuierlich auf Missstände hin, ohne dass sie hinlängliche Maßnahmen zur Optimierung der Rahmenbedingungen für die pflegerische Leistungserbringung bewirken konnten. Die aktuelle Pandemie zeigt auf, dass wir trotz eines hochentwickelten Gesundheitssystems in Deutschland nicht ausreichend auf solch ein pandemisches Geschehen vorbereitet sind. Dies betrifft in besonderem Maße auch die pflegerische Versorgung. Bei der Entwicklung von Lösungsansätzen für das Krisenmanagement wird allzu oft die pflegerische Dimension vernachlässigt. Zu einer funktionsfähigen Infrastruktur werden ausreichend, gut ausgebildete Pflegefachpersonen benötigt. Die Pflegekammer Niedersachsen vertritt den Standpunkt, dass die pflegerische Selbstverwaltung Teil der Krisenstäbe, die Einfluss auf die pflegerische Versorgung haben, sein sollte. Dies ist wichtig, um bei Entscheidungen im Krisenmanagement mitzuwirken.
Zusammenfassung
Die Pflegekammer Niedersachsen betont die Notwendigkeit der Einbindung von pflegerischem Fachwissen in Krisenstäbe während der Corona-Pandemie. Sie kritisiert die vernachlässigte Berücksichtigung der pflegerischen Perspektive bei politischen Entscheidungen und fordert die Beteiligung von Pflegekammern in Krisenstäben auf Landesebene. Der Text beschreibt Die Pflegekammer Niedersachsen fordert Maßnahmen zur Sicherstellung der Pflegeversorgung während der aktuellen Krise und darüber hinaus. Es soll eine "stille Reserve" an Pflegefachkräften mobilisiert werden, um den Pflegebereich zu stärken. Einspringen von Pflegenden muss angemessen vergütet werden, um die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu gewährleisten. Es
Schlagwörter
CORONA; COVID-19; NIEDERSACHSEN; PFLEGEKAMMER; PFLEGE; GESUNDHEIT; KRISENMANAGEMENT; WHO;
