Pflegewissenschaft · Artikel

Das gegenwärtige Ausgangsund Besuchsverbot in Pflegeheimen in Deutschland – eine kritische Reflexion aus der Perspektive der Angehörigen und der Gesundheitswissenschaften

Koppelin, Prof. Dr. F.

Pflegewissenschaft, Hungen · 2020 · Heft 5 · S. 76 bis 78 · DOI 10.3936/docid196794

Abstract

Unter den vollstationär versorgten pflegebedürftigen Personen in Deutschland ist der Anteil älterer Menschen und Hochbetagter sehr hoch [EbM-Netzwerk, 2020: 2]. Diese Gruppe hat bei einer Ansteckung mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 ein besonders hohes Sterberisiko [EbM-Netzwerk, 2020: 2]. Infolgedessen wurden mit Eintreten der länderund bundesweiten Verordnungen zum Schutz der Bevölkerung vor einer Corona-Infektion weitreichende Schutzmaßnahmen für die Altenheime in Form von Ausgangsund Besuchsverboten ausgesprochen. Seit Mitte März sind die Türen für Angehörige wie Bewohner/innen verschlossen. Die einen dürfen nicht hinein, die anderen nicht heraus. Allein dem Personal ist der Zutritt erlaubt.

Zusammenfassung

Die Autorin Prof. Dr. Frauke Koppelin reflektiert kritisch das Besuchsverbot in deutschen Pflegeheimen während der Corona-Pandemie aus der Perspektive der Angehörigen und Gesundheitswissenschaften. Sie stellt einen Fall dar, in dem ein Familienmitglied im Pflegeheim verstarb, ohne dass Angehörige Abschied nehmen konnten. Die Autorin betont die ethischen und gesundheit

Schlagwörter

CORONA; COVID-19; PERSONAL; TOD; PFLEGEHEIM; GRUPPE; MEDIZIN; NETZWERK;