Pflegewissenschaft · Artikel

Die Situation pflegender Familienangehöriger von an Demenz erkrankten türkischen MigrantInnen in Berlin – Eine qualitative Studie zur Versorgung im häuslichen Umfeld

Filiz Küçük

Pflegewissenschaft, Hungen · 2010 · Heft 6 · S. 1 bis 1 · DOI 10.3936/docid200059

Abstract

Etwa 1,1 Millionen Menschen sind in Deutschland an Demenz erkrankt. Dazu gehören auch hochaltrige MigrantInnen, deren Anzahl in den kommenden Jahren stark zunehmen wird. Bisher kaum untersucht ist der Umgang der Kinder demenziell erkrankter türkischer MigrantInnen mit der Pflege ihrer Angehörigen, die in der Regel im häuslichen Umfeld stattfindet. Von welcher Motivation sind diese Kinder getragen? Welche professionellen Hilfen nehmen sie in Anspruch? Was erwarten sie von unterstützenden Maßnahmen? Antworten auf diese Fragen gibt die vorliegende Studie. Die Aussagen aus sechs Interviews mit Angehörigen verdeutlichen eindrucksvoll, vor welchen großen Herausforderungen die Familienmitglieder in der Pflegesituation stehen.

Zusammenfassung

Die qualitative Studie von Filiz Küçük untersucht die Herausforderungen, mit denen pflegende Angehörige von an Demenz erkrankten türkischen MigrantInnen in Berlin konfrontiert sind. In Deutschland sind etwa 1,1 Millionen Menschen von Demenz betroffen, und die Zahl wird bis 2050 auf fast 2,6 Millionen steigen. Die Studie basiert auf Interviews mit sieben Angehörigen, die Einblicke in ihre Motivation, Pflegeaufgaben und Belastungen geben. Die Pflege umfasst nicht nur körperliche Betreuung, sondern auch emotionale Unterstützung und organisatorische Aufgaben. Die Ergebnisse zeigen, dass pflegende

Schlagwörter

PFLEGE; DEMENZ; STUDIE; ZEITSCHRIFT; ALTER; BELASTUNG; BERATUNG; KRANKHEIT; ERLEBEN;