Evaluation eines stationären multimodalen Behandlungskonzepts für Menschen mit Demenz
Bettina Müller, Bettina Staudinger
Pflegewissenschaft, Hungen · 2010 · Heft 5 · S. 1 bis 1 · DOI 10.3936/docid200066
Abstract
Demenz ist eine komplexe Erkrankung, die zu zahlreichen Einschränkungen auf kognitiver, motorischer, affektiver und psychosozialer Ebene führt und damit alle Lebensbereiche des Betroffenen beeinträchtigt. Aufgrund der Komplexität der Erkrankung erscheint ein multimodales Therapieprogramm, das Elemente aus verschiedenen Therapieverfahren kombiniert, als eine Erfolg versprechende therapeutische Strategie. Ziel der vorliegenden kontrollierten Studie war es, ein multimodales Behandlungsprogramm auf seine Wirksamkeit zu überprüfen. An der Studie nahmen 16 Heimbewohner mit mittelschwerer bis schwerer Demenz teil. Die Kontrollgruppe wurde im Rahmen der routinemäßigen Alltagsbetreuung versorgt, die Versuchsgruppe erhielt über eine Zeit von fünf Monaten wochentags ein multimodales Behandlungsprogramm von 50 Minuten Dauer mit Elementen aus der Bewegungstherapie, Snoezelen und Musiktherapie.
Zusammenfassung
Die Studie evaluiert ein multimodales Behandlungskonzept für Menschen mit Demenz, das Bewegungstherapie, Musiktherapie und Snoezelen kombiniert. An der kontrollierten Untersuchung nahmen 16 Heimbewohner mit mittelschwerer bis schwerer Demenz teil, die über fünf Monate an einem 50-minütigen Programm teilnahmen. Die Kontrollgruppe erhielt die übliche Alltagsbetreuung. Die Ergebnisse zeigen signifikante Verbesserungen im kognitiven Funktionsniveau, bei funktionalen Störungen und im Sozialverhalten der Versuchsgruppe. Die Studie hebt die Relevanz multimodaler Ansätze in der Pflegepraxis hervor
Schlagwörter
DEMENZ; STUDIE; EVALUATION; MUSIKTHERAPIE; INTERAKTION; INTERNATIONAL; AGGRESSION; KOMMUNIKATION; WIRKUNG;
