Gesundheitsbezogene Lebensqualität und soziale Unterstützung bei pflegenden Angehörigen
Birgit Rösler-Schidlack, Harald Stummer, Herwig Ostermann
Pflegewissenschaft, Hungen · 2010 · Heft 2 · S. 1 bis 1 · DOI 10.3936/docid200097
Abstract
Mit dem erwarteten Anstieg der Lebenserwartung kann es zu einem weiteren Ansteigen der zu Pflegenden im Alter kommen. Um den Wunsch der Pflegebedürftigen nach einer würdigen Pflege in der eigenen Wohnung so lange wie möglich zu realisieren, bedarf es der aktiven Mitarbeit der Angehörigen. Familiäre Pflege jedoch kann nach Untersuchungen (Zarit, Todd, Zarit, 1986; Gräßel, 1998b; Burton, Zdaniuk, Schulz, Jackson, Hirsch, 2003) zu vielfältigen Beanspruchungen und Belastungen, im Extremfall sogar zu Burnout führen. Soziale Unterstützung, sei es institutionell oder auch durch private soziale Netzwerke wird in den Gesundheitswissenschaften als mögliche Copingressource angesehen. Die vorliegende Studie untersucht die Auswirkungen von sozialer Unterstützung auf die Gesundheitswahrnehmung und die selbst beschriebene Gesundheit nach dem SF-36 Health Survey von pflegenden Angehörigen älterer Menschen.
Zusammenfassung
Die Studie untersucht die Auswirkungen sozialer Unterstützung auf die gesundheitsbezogene Lebensqualität pflegender Angehöriger älterer Menschen. Angesichts der steigenden Zahl pflegebedürftiger Personen in Deutschland ist die aktive Mitwirkung von Angehörigen entscheidend, um eine würdige Pflege zu gewährleisten. Die Forschung zeigt, dass Angehörige mit hoher sozialer Unterstützung bessere Gesundheitsresultate erzielen, wobei geschlechtsspezifische Unterschiede bestehen: Frauen profitieren stärker von professioneller und familiärer Unterstützung als Männer. Die Belastungen durch Pflege
Schlagwörter
PFLEGE; BELASTUNG; GESUNDHEIT; ZEITSCHRIFT; FAMILIE; STUDIE; ALTER; WANDEL; WIRKUNG;
