Die Tagespflege in der Altenhilfe – Ein noch junges Versorgungsangebot mit Effekten auf die vollstationäre Altenpflege – De-Institutionalisierungsprozesse in der bundesdeutschen Altenhilfe/-pflege
Burkhard Werner
Pflegewissenschaft, Hungen · 2009 · Heft 12 · S. 1 bis 1 · DOI 10.3936/docid200112
Abstract
Dieser Artikel befasst sich mit einem weniger häufig diskutierten Angebotstyp in der Altenhilfe, der Tagespflegestätte für ältere pflegebedürftige Menschen. In einem kurzen historischen Rückblick wird die Entwicklung dieses relativ jungen Angebots in der Bundesrepublik Deutschland dargestellt, sowohl hinsichtlich quantitativer als auch qualitativer Aspekte. Ihre konzeptuelle Verwandtschaft mit der geriatrischen und (geronto-)psychiatrischen Pflege wird dabei besonders gewürdigt. Die Tagespflege leistet ihren Beitrag bei der Vermeidung und Verzögerung von Heimunterbringungen alter pflegebedürftiger Menschen. Dies zeigt sich bei der Analyse des Verlaufs der Heimversorgungsquote der letzten Jahrzehnte in Deutschland – die in den letzten Jahren deutlich abgenommen hat – wie auch bei der Analyse von Regionen bezogenen Besucher-Studien in Tagespflegestätten für ältere pflegebedürftige Menschen.
Zusammenfassung
Der Artikel von Burkhard Werner thematisiert die Tagespflege für ältere Menschen in Deutschland, ein relativ neues Versorgungsangebot, das zur De-Institutionalisierung in der Altenhilfe beiträgt. Die Entwicklung der Tagespflege wird sowohl historisch als auch quantitativ betrachtet, wobei ein Anstieg von 12 Plätzen im Jahr 1973 auf über 19.000 im Jahr 2005 verzeichnet wird. Tagespflege kann Heimunterbringungen vermeiden und die Lebensqualität der Besucher verbessern, während sie gleichzeitig Angehörige entlastet. Trotz der positiven Effekte gibt es Herausforderungen, wie die Komplexität der
Schlagwörter
TAGESPFLEGE; PFLEGE; ENTWICKLUNG; ALTENPFLEGE; ALTENHILFE; AUSBAU; HEIMGESETZ; PFLEGEVERSICHERUNG; ALTER; AINS;
