Probleme der Messung, Erklärung und Vorhersage der Versorgungsund Pflegequalität in Heimen für Demenzkranke – Pflegeund wissenschaftstheoretische Überlegungen zur Entwicklung eines Forschungsdesigns für das „Demenz-Leuchtturmprojekt TransAltern“, Teil
Anke Erdmann
Pflegewissenschaft, Hungen · 2009 · Heft 1 · S. 1 bis 1 · DOI 10.3936/docid200125
Abstract
Eines der Ziele des „Demenz-Leuchtturmprojektes TransAltern” ist die Erklärung der hohen Versorgungsund Pflegequalität im Haus Schwansen, einem Pflegeheim für Demenzkranke in Rieseby (Schleswig-Holstein), aufgrund der dort vorhandenen Lernund Entwicklungsmöglichkeiten der Mitarbeiter. In dem vorliegenden Artikel werden für dieses Projekt ein pflegeund wissenschaftstheoretischer Rahmen angelegt, auf dem die Auswahl eines qualitativen Forschungsansatzes fußt. Probleme der Messung, Erklärung und Vorhersage von Pflegequalität in Einrichtungen für Demenzkranke mit Hilfe von Qualitätsindikatoren und verschiedener Messinstrumente werden diskutiert und es wird deutlich gemacht, aus welchen Gründen sich ein quantitativer positivistischer Forschungsansatz und die Verwendung von Qualitätsindikatoren in diesem Projekt als ungeeignet erweist.
Zusammenfassung
Der Artikel behandelt die Herausforderungen bei der Messung, Erklärung und Vorhersage der Versorgungs- und Pflegequalität in Heimen für Demenzkranke, insbesondere im Rahmen des „Demenz-Leuchtturmprojektes TransAltern“. Ziel ist es, die hohe Pflegequalität im Haus Schwansen zu erklären, die möglicherweise auf die Lern- und Entwicklungsmöglichkeiten der Mitarbeiter zurückzuführen ist. Der Text kritisiert quantitative Forschungsansätze und Qualitätsindikatoren als ungeeignet und plädiert für qualitative Methoden. Zudem wird ein pflegetheoretischer Rahmen vorgestellt, der auf dem AEDL-Modell von
Schlagwörter
PFLEGE; DEMENZ; MITARBEITER; ENTWICKLUNG; ESSEN; TRINKEN; HILFE; BILDUNG; PROJEKT;
