Pflegewissenschaft · Artikel

Anforderungen an die Schulung ehrenamtlicher Helfer im Bereich der Angehörigenpflege. Die Sicht der Experten

André Fringer, Wilfried Schnepp

Pflegewissenschaft, Hungen · 2009 · Heft 7 · S. 1 bis 1 · DOI 10.3936/docid200134

Abstract

Dieser Artikel setzt sich mit den Schulungsinhalten für freiwillige Helfer im Bereich der häuslichen Versorgung, die im Rahmen von niedrigschwelligen Entlastungsangeboten an pflegende Angehörige vermittelt werden, auseinander. Der Einsatz bürgerschaftlich engagierter Menschen im Bereich der Angehörigenpflege hat ebenfalls, wie in anderen gesellschaftlichen Bereichen auch, an Relevanz gewonnen. Anhand qualitativer Interviews wurde die Sichtweise von zehn Expertinnen und Experten zu den Anforderungen an eine Schulung Ehrenamtlicher untersucht und mit der Verordnung über niedrigschwellige Hilfeund Betreuungsangebote für Pflegebedürftige (HBPfVO) des Landes Nordrhein-Westfalen verglichen. Die Ergebnisse machen deutlich, dass es ohne Schulung nicht geht, aber auf der anderen Seite die ursprüngliche Intention des bürgerschaftlichen Engagements gefährdet ist und Ehrenamtlichkeit so zur Pseudoprofessionalität neigt.

Zusammenfassung

Der Artikel von André Fringer und Prof. Dr. Wilfried Schnepp behandelt die Schulung ehrenamtlicher Helfer in der Angehörigenpflege, basierend auf qualitativen Interviews mit zehn Experten. Die Schulungen sind notwendig, um die Qualität der Unterstützung für pflegende Angehörige zu gewährleisten, bergen jedoch das Risiko, dass Ehrenamtliche zu Pseudoprofessionellen werden. Der Begriff „bürgerschaftliches Engagement“ wird als zu unscharf kritisiert, da er verschiedene Formen des freiwilligen Engagements umfasst. Die Verordnung über niedrigschwellige Hilfe- und Betreuungsangebote in

Schlagwörter

PFLEGE; DEMENZ; NORDRHEIN-WESTFALEN; STUDIE; ZEIT; AUSBILDUNG; TRAINING; VERGLEICH; ALTERNATIVE;