Pflegewissenschaft · Artikel

Altenpflege: Handeln ohne Verstehen, Verstehen ohne Handeln?Bestimmungsgründe einer professionalisierten Altenpflegepraxis aus strukturtheoretischer Sicht und deren Bedeutung für die Ausbildung Teil IILebenspraxis im Altenpflegeheim – Eine Fallr

Uwe Raven

Pflegewissenschaft, Hungen · 2009 · Heft 4 · S. 1 bis 1 · DOI 10.3936/docid200157

Abstract

Das Versorgungssystem der Altenpflege wird in Zukunft vermehrt und unausweichlich eine sehr große Zahl progredient hilfebedürftiger Menschen zu betreuen haben und es steht außer Zweifel, dass zur Bewältigung dieser gesamtgesellschaftlichen Herkulesaufgabe der Rahmenbedingungen schaffende politische Diskurs ebenso vorangetrieben werden muss, wie es notwendig ist, das wissenschaftlich fundierte Problemlösungspotential des professionellen Handlungsfeldes der Altenpflege auszuweiten. In diesem Beitrag wird eine sequenziell durchgeführte objektiv hermeneutische Analyse eines protokollierten Falles aus der Praxis einer Altenpflegeeinrichtung vorgestellt. Ursprung und Kontextbeschreibung des rekonstruierten Falles verweisen auf die bildungstheoretische Dimension der Entwicklung pflegerischer Handlungskompetenz im professionellen Umgang mit alten Menschen. An die Ergebnisse der Fallrekonstruktion anknüpfend, verfolgt das abschließende Kapitel die Absicht, Konsequenzen für eine Neuorientierung der Altenpflegeausbildung zur Diskussion zu stellen.

Zusammenfassung

Der Fachtext von Uwe Raven behandelt die Herausforderungen und Anforderungen an die Altenpflege im Kontext einer zunehmenden Zahl hilfebedürftiger Menschen. Er analysiert eine Fallstudie aus einem Altenpflegeheim, um die sozialen und strukturellen Dimensionen professionellen Handelns in der Pflege zu beleuchten. Die Untersuchung fokussiert auf die Beziehung zwischen Pflegepersonal und Bewohnern sowie die Bedeutung von Handlungskompetenz. Raven argumentiert, dass eine fundierte Ausbildung in der Altenpflege notwendig ist, um den normativen Ansprüchen an „angemessene Pflege“ gerecht zu werden.

Schlagwörter

INTERAKTION; KIND; FRAU; AUSBILDUNG; ALTER; ALTENPFLEGE; WIRKUNG; ANERKENNUNG; PFLEGE;