Pflegewissenschaft · Artikel

Ein systematischer Wissenstransfer in der Pflege über ein Wissensmanagementsystem

Carsten Giehoff, Ursula Hübner, Jürgen Stausberg

Pflegewissenschaft, Hungen · 2009 · Heft 1 · S. 1 bis 1 · DOI 10.3936/docid200176

Abstract

Im Mittelpunkt einer pflegerischen Entscheidung auf der Grundlage des Evidence Based Nursing stehen mehrere Komponenten: Erfahrungswissen des Pflegenden, die Vorstellung des Pflegebedürftigen, die Umgebungsbedingungen und die Ergebnisse der Pflegewissenschaft (Behrens und Langer 2004). Während wissenschaftliche Ergebnisse formalisiert in Datenbanken erschlossen werden, sind bisher keine technischen Möglichkeiten im Einsatz, auf Praxiswissen effizient zuzugreifen und dieses formalisiert auszutauschen (Greulich und Brixler 2005). In diesem Zusammenhang wird der Frage nachgegangen, wie ein Austausch von Erfahrungswissen im Handlungsfeld Pflege stattfindet und wie ein systematischer Wissenstransfer mit Hilfe einer technischen Lösung unterstützt werden kann. Vor diesem Hintergrund wurde ein Wissensmanagementsystem für Pflegekräfte – gemäß der Vorgehensweise des Software Engineerings – konzipiert, implementiert und evaluiert. Die spezifischen Bedürfnisse für ein solches System wurden in explorativen Interviews mit Pflegekräften (n=40) eines Krankenhauses der Maximalversorgung erhoben.

Zusammenfassung

Der Artikel von Giehoff, Hübner und Stausberg behandelt die Notwendigkeit eines systematischen Wissenstransfers in der Pflege durch ein Wissensmanagementsystem. Im Rahmen der Evidence Based Nursing wird der Austausch von Erfahrungswissen als zentral für pflegerische Entscheidungen identifiziert. Derzeit erfolgt dieser Austausch meist mündlich und unzureichend dokumentiert, was zu Wissensverlust führt. Die Autoren entwickelten ein Wissensmanagementsystem, basierend auf den Bedürfnissen von 40 Pflegekräften, um den Wissensaustausch zu verbessern. Die Evaluation des Systems ergab positive

Schlagwörter

PFLEGE; MANAGEMENT; ORGANISATION; EVALUATION; MODELL; KOMMUNIKATION; KRANKENSCHWESTER; ENTWICKLUNG; INFORMATION; AINS;