Pflegewissenschaft · Artikel

Anforderungen an die Schulung ehrenamtlicher Helfer im Bereich der Angehörigenpflege: Die Sicht der Experten

André Fringer, Wilfried Schnepp

Pflegewissenschaft, Hungen · 2007 · Heft 1 · S. 1 bis 1 · DOI 10.3936/docid200191

Abstract

Dieser Artikel setzt sich mit den Schulungsinhalten für freiwillige Helfer im Bereich der häuslichen Versorgung, die im Rahmen von niedrigschwelligen Entlastungsangeboten an pflegende Angehörige vermittelt werden, auseinander. Der Einsatz bürgerschaftlich engagierter Menschen im Bereich der Angehörigenpflege hat ebenfalls, wie in anderen gesellschaftlichen Bereichen auch, an Relevanz gewonnen. Anhand qualitativer Interviews wurde die Sichtweise von zehn Expertinnen und Experten zu den Anforderungen an eine Schulung Ehrenamtlicher untersucht und mit der Verordnung über niedrigschwellige Hilfeund Betreuungsangebote für Pflegebedürftige (HBPfVO) des Landes Nordrhein-Westfalen verglichen. Die Ergebnisse machen deutlich, dass es ohne Schulung nicht geht, aber auf der anderen Seite die ursprüngliche Intention des bürgerschaftlichen Engagements gefährdet ist und Ehrenamtlichkeit so zur Pseudoprofessionalität neigt.

Zusammenfassung

Der Artikel von André Fringer und Prof. Dr. Wilfried Schnepp untersucht die Anforderungen an Schulungen für ehrenamtliche Helfer in der Angehörigenpflege, basierend auf Experteninterviews. Die Relevanz bürgerschaftlichen Engagements in der Pflege hat zugenommen, insbesondere durch ein Modellprojekt in Nordrhein-Westfalen, das freiwillige Helfer schult und vermittelt. Die Experten betonen die Notwendigkeit von Schulungen, warnen jedoch vor einer möglichen Pseudoprofessionalität, die das ursprüngliche Engagement gefährden könnte. Die HBPfVO fordert mindestens 30 Stunden Schulung, um

Schlagwörter

PFLEGE; DEMENZ; NORDRHEIN-WESTFALEN; STUDIE; ZEIT; AUSBILDUNG; TRAINING; VERGLEICH; ALTERNATIVE;