Wohnst du noch oder lebst du schon?rEine empirische Untersuchung zur Lebensqualität von Menschen mit psychiatrischen Erkrankungen im Betreuten Wohnen in Familien (BWF)
Prof. Dr. Ingo Zimmermann, Jennifer Andrae
Pflegewissenschaft, Hungen · 2015 · Heft 3 · S. 1 bis 1 · DOI 10.3936/1293
Abstract
Mit dem Betreuten Wohnen in Gastfamilien hat sich neben dem üblichen stationär Betreuten Wohnen eine alternative Wohnform für Menschen mit Behinderungen entwickelt, die den Maßstäben von Normalisierung und Ambulantisierung Rechnung trägt. Allerdings sind die Auswirkungen dieser Maßnahmen im deutschsprachigen Raum bislang kaum erforscht. Insbesondere die Auswirkungen auf die psychische Gesundheit und Zufriedenheit stehen hier im Vordergrund. In der vorliegenden Studie wurden psychisch erkrankte Bewohner des Betreuten Wohnens in Gastfamilien mit einer Kontrollgruppe von Bewohnern stationär Betreuten Wohnens in Wohngruppen im Zusammenhang mit ihrer Lebensqualität und der Reduktion der psychiatrischen Problematik untersucht und aus den gewonnen Ergebnissen Schlussfolgerungen für eine lebensweltorientierte Ambulantisierung gezogen.
Zusammenfassung
Die Studie untersucht die Lebensqualität von Menschen mit psychiatrischen Erkrankungen, die im Betreuten Wohnen in Gastfamilien leben, im Vergleich zu Bewohnern stationärer Einrichtungen. Das Betreute Wohnen in Familien (BWF) bietet eine alternative Wohnform, die Normalisierung und Ambulantisierung fördert. Die Ergebnisse zeigen, dass Bewohner in Gastfamilien eine höhere Lebensqualität und Zufriedenheit aufweisen als in traditionellen Einrichtungen. Die Studie hebt die Bedeutung der Selbstbestimmung und sozialen Integration hervor, die im BWF ermöglicht wird. Trotz der positiven Ergebnisse
Schlagwörter
GRUPPE; ZUFRIEDENHEIT; VERGLEICH; LEBEN; GESUNDHEIT; BEHINDERUNG; WOHNEN; FAMILIE; SYMPTOMATIK;
