Pflegerische Mitwirkung bei derAntiemetika-Medikation fürPatienten mit chemotherapiebedingtenBeschwerden. Evidenzbasierung einer pflegerischinterdisziplinärenPraxisleitlinie
Patrick Jahn, Margarete Landenberger, Petra Renz, Ingrid Horn, Anette Thoke-Colberg, Jörg Stukenkemper, Jana Höhne
Pflegewissenschaft, Hungen · 2007 · Heft 1 · S. 1 bis 1 · DOI 10.3936/docid200359
Abstract
Chemotherapie-induzierte Nausea (Übelkeit) und Emesis (Erbrechen) (CINE) stellen eine starke Beeinträchtigung für die Lebensqualität onkologischer Patienten dar. In Deutschland leiden mehr als 30% dieser Patientengruppe unter akuter und mehr als 60% unter verzögerter Übelkeit und Erbrechen. Grundlage dieser Praxisleitlinie ist der gegenwärtige internationale Forschungsstand. Sie ist in einer disziplinübergreifenden Zusammenarbeit von Pflegewissenschaftlern, Pflegepraktikern und Ärzten entstanden. In der Struktur greift sie den Pflegeprozess auf und ist inhaltlich gemäß der Klassifikation von Pflegediagnose, Intervention und Outcome der North American Nurses Diagnosis Association (NANDA) gestaltet. Die Überprüfung der Wirksamkeit der Praxisleitlinie erfolgt im Rahmen einer BMBF-geförderten randomisierten kontrollierten Multicenterstudie.
Zusammenfassung
Der Fachtext behandelt die pflegerische Mitwirkung bei der Antiemetika-Medikation zur Behandlung chemotherapiebedingter Übelkeit und Erbrechen (CINE), die die Lebensqualität von Krebspatienten erheblich beeinträchtigen. Über 30% der Patienten leiden unter akuter und mehr als 60% unter verzögerter CINE. Eine interdisziplinäre Praxisleitlinie wurde entwickelt, basierend auf internationaler Forschung und strukturiert nach dem Pflegeprozess sowie der NANDA-Klassifikation. Die Wirksamkeit dieser Leitlinie wird in einer kontrollierten Multicenterstudie überprüft. Ziel ist es, die Symptome durch
Schlagwörter
CHEMOTHERAPIE; ERBRECHEN; NEBENWIRKUNGEN; STUDIE; ZYTOSTATIKA; MANAGEMENT; ANTIEMETIKA; FORSCHUNG; INFORMATION;
