Kreislaufeffekte derFrühmobilisationstherapie mitdem Reha-Stepper bei hochQuerschnittgelähmten
Harry Plewa, Michael Schmidt, Rüdiger Rupp
Pflegewissenschaft, Hungen · 2004 · Heft 1 · S. 1 bis 1 · DOI 10.3936/docid200619
Abstract
Nach der unmittelbaren Akutversorgung ist die möglichst rasche Rollstuhlmobilisation bei Querschnittgelähmten eines der zentralen Therapieziele. Eine sofortige Mobilisierung ist speziell bei hoch gelähmten Tetraplegikern infolge eines instabilen Kreislaufsystems besonders problematisch. Um bereits in der Frühphase der Rehabilitation eine effektives Kreislauftraining durchführen zu können, wurde von unserem Forschungslabor in Zusammenarbeit mit der Universitätsklinik Balgrist in Zürich ein dynamisches Stehbrett, der so genannte „Reha-Stepper“ unter Berücksichtigung neuester neurophysiologischer Erkenntnisse entwickelt. Diese Maschine ermöglicht eine physiologische Gangbewegung unter stufenloser Aufrichtung. Um die Therapiewirkung im Hinblick auf die Stabilisierung des kardiopulmonalen Systems und damit einer früheren Mobilisation nachzuweisen, wurde mit der Durchführung einer kontrollierten, prospektiven Studie begonnen.
Zusammenfassung
Die Frühmobilisationstherapie mit dem Reha-Stepper zielt darauf ab, hoch querschnittgelähmte Patienten rasch zu mobilisieren, um deren Kreislaufsystem zu stabilisieren. Der Reha-Stepper, entwickelt in Zusammenarbeit mit der Universitätsklinik Balgrist, ermöglicht physiologische Bewegungen und wurde in einer kontrollierten Studie getestet. Acht Patienten mit Tetraplegie wurden behandelt, wobei verschiedene Kreislauf- und Atmungsparameter dokumentiert wurden. Die Ergebnisse zeigen, dass während der Therapie keine Synkopen auftraten und die Muskelpumpe aktiviert wurde, was auf eine
Schlagwörter
BEURTEILUNG; STUDIE; THERAPIE; ABFALL; VERLETZUNG; BELASTUNG; BLUTDRUCK; EKG; ETHIKKOMMISSION;
