Pflegewissenschaft · Artikel

Zusammenhänge zwischenPersonalund Bewohnerstrukturin Altenpflegeheimen

Sabine Bartholomeyczik

Pflegewissenschaft, Hungen · 2003 · Heft 6 · S. 1 bis 1 · DOI 10.3936/docid200736

Abstract

Aus einer umfangreichen Untersuchung in 26 Frankfurter Altenpflegeheimen werden verschiedenen Indikatoren für die Personalund die Bewohnerstruktur vorgestellt. Die Ergebnisse zeigen u. a. , dass die Betreuungsrelationen in größeren Einrichtungen eher schlechter als in den kleineren sind, allerdings nicht durchgängig gleichermaßen; dass die Betreuungsrelation sich nur sehr bedingt an Indikatoren der Pflegebedürftigkeit der Bewohnerinnen ausrichtet und vor allem, dass sie sich nicht an den Anteilen der Schwerstpflegebedürftigen, also den Bewohnerinnen in Pflegestufe 3 orientieren. Aus den Rangordnungsvergleichen der verschiedenen Indikatoren für Pflegebedürftigkeit ist auch zu schlussfolgern, dass Pflegende die Bewohnerinnen offenbar nach anderen Kriterien beurteilen als der MDK. Ganz allgemein unterstreichen die Ergebnisse mit ihren völlig unterschiedlichen Zusammenhängen zwischen der Personalund der Bewohnerstruktur noch einmal die Forderung nach einer analytischen, also auf die Pflegebedürftigkeit der Bewohnerinnen bezogenen Personalbemessung

Zusammenfassung

Die Untersuchung von 26 Altenpflegeheimen in Frankfurt zeigt, dass die Betreuungsrelationen in größeren Einrichtungen tendenziell schlechter sind als in kleineren. Diese Relation orientiert sich nur bedingt an der Pflegebedürftigkeit der Bewohner, insbesondere nicht an den Schwerstpflegebedürftigen (Pflegestufe 3). Die Ergebnisse verdeutlichen die Notwendigkeit einer analytischen Personalbemessung, die die individuellen Bedürfnisse der Bewohner besser berücksichtigt. Der Druck auf Altenpflegeheime wächst, da Kostenträger Qualität fordern und gleichzeitig Sparsamkeit erwarten. Zudem wird es

Schlagwörter

PFLEGESTUFE; EINRICHTUNG; VERGLEICH; PATIENT; BETREUUNG; PERSONAL; BEURTEILUNG; BEZIEHUNG; ENTWICKLUNG;