Pflegewissenschaft · Artikel

Projektierung eines Pflegeinformationssystems

Manuela Raiß

Pflegewissenschaft, Hungen · 2002 · Heft 11 · S. 1 bis 1 · DOI 10.3936/docid200787

Abstract

Wenn Pflegekräfte mit dem Begriff Beratung konfrontiert werden, so assoziieren sie häufig die Beratungsleistung, die sie selbst erbringen: Beratung gegenüber Patienten und Angehörigen, Aufklärung über die jeweiligen Gesundheitssituation, deren Entwicklung und Maßnahmen. Diese Beratung findet statt, aus dem Wissen um das pflegerische Grundverständnis und die Arbeit mit dem Patienten/Bewohner. Beratung zur eigenen alltäglichen Arbeit wird häufig mit Schulungsund Weiterbildungsangeboten verwechselt. Bedingt durch die einschneidenden Veränderungen im Gesundheitswesen gewinnen die Begriffe „Kundenzufriedenheit“, „Personalentwicklung“ und „Management“ zunehmend an Bedeutung. Dies erfordert im gesamten „Unternehmen“ eine neue Qualität der ganzheitlichen, hierarchieunabhängigen und abteilungsübergreifenden Betrachtung. Diese komplexe Situation aus der subjektiven Sicht heraus zu erfassen ist nur noch schwer möglich. Unternehmerisches Handeln wird als Erfolgsfaktor im Gesundheitswesen zunehmend relevanter und somit wird auch der Ruf nach professioneller Beratungsleistung lauter. Doch über welche grundlegenden Fähigkeiten muss ein Pflegeberater verfügen? Welche Konzepte und Fähigkeiten sind für die diversen Fragestellungen der Beratenen vor Ort einzusetzen? Professionelle Beratungsleistung, intuitiv und losgelöst von schematischen Methoden, kann nur der Berater erbringen, der sich dieser Methoden dennoch bewusst ist. Die zur Diskussion gestellte These lautet demnach „Wie ‚pflegespezifisch’ muss Beratung sein“?

Zusammenfassung

Der Artikel von Manuela Raiß behandelt die Projektierung eines Pflegeinformationssystems und den Pflegeberatungsprozess. Pflegekräfte verbinden Beratung oft mit der Unterstützung von Patienten, während die eigene Beratungstätigkeit häufig missverstanden wird. Angesichts der Veränderungen im Gesundheitswesen gewinnen Begriffe wie „Kundenzufriedenheit“ und „Management“ an Bedeutung, was eine neue, ganzheitliche Betrachtungsweise erfordert. Der Artikel beschreibt die fünf Phasen des Pflegeberatungsprozesses, die für eine erfolgreiche Beratung entscheidend sind. Dabei ist die Einbeziehung aller

Schlagwörter

BERATUNG; MITARBEITER; GESUNDHEITSWESEN; IT; PROJEKT; ZIEL; ENTWICKLUNG; PFLEGEPLANUNG; BEZIEHUNG;