Pflegende in der humanitären Hilfe und internationalen Entwicklungszusammenarbeit – eine kritische Bestandsaufnahme
Dr. Martina Hasseler, Gunda Rosenberg
Pflegewissenschaft, Hungen · 2002 · Heft 9 · S. 1 bis 1 · DOI 10.3936/docid200807
Abstract
Berichte über internationale Krisengebiete geraten in den letzten Jahren zunehmend in das Blickfeld der bundesdeutschen Medien und Öffentlichkeit. Medizinische und pflegerische Berufsgruppen nehmen in diesen Einsätzen eine bedeutende Aufgabe wahr, da die gesundheitliche Versorgung der Bevölkerung in diesen Gebieten als Folge der Krisen in einem desolatem Zustand ist. Jedoch zeigen systematische Recherchen in Zeitschriften und Datenbanken, dass kaum Erkenntnisse über die Bedeutung, Stellung, Rolle und Anforderungen der Berufsgruppe der Pflegenden in den Hilfsorganisationen vorliegen. Projektbeschreibungen zeigen, dass die Tätigkeiten hohe Kompetenzen und Qualifikationen von den Pflegenden fordern
Zusammenfassung
Der Fachtext von Dr. Martina Hasseler und Gunda Rosenberg beleuchtet die Rolle von Pflegekräften in der humanitären Hilfe und internationalen Entwicklungszusammenarbeit. Trotz der zunehmenden Berichterstattung über Krisengebiete mangelt es an systematischen Erkenntnissen über die Bedeutung und Qualifikation von Pflegenden in Hilfsorganisationen. Eine Untersuchung an der Universität Bremen zeigt, dass die Anforderungen an Pflegekräfte hoch sind, jedoch oft die Qualifikationen als unzureichend kritisiert werden. Es besteht ein deutliches Qualifizierungsdefizit, was auf die Notwendigkeit einer
Schlagwörter
HILFE; ORGANISATION; PROJEKT; AUSBILDUNG; BUNDESREGIERUNG; FRAGEBOGEN; MOTIVATION; PERSONAL; VERGLEICH;
