Zur informellen Unterstützung pflegender Angehöriger im Pflegesetting bei Demenz. Welche Rolle spielen Familie, Freunde und ehrenamtliche Helfer?
Claudia Frey
Pflegewissenschaft, Hungen · 2011 · Heft 7 · S. 1 bis 1 · DOI 10.3936/1097
Abstract
Im Rahmen einer empirischen Studie wurde das informelle Hilfesystem von pflegenden Angehörigen sowie die Akzeptanz auch außerfamiliärer, freiwilliger Hilfeleistungen untersucht. 160 Angehörige aus der Region Eichstätt-Ingolstadt wurden mit standardisierten Fragebögen befragt. Eingeschlossen waren sowohl Pflegende, die den Betroffenen häuslich bzw. mit teilstationärer Unterstützung pflegten, als auch jene, deren erkranktes Familienmitglied (mittlerweile) stationär versorgt wurde. Fast alle Befragten erhalten bzw. erhielten Unterstützung durch weitere Familienmitglieder. Die Zufriedenheit korreliert mit der Frequenz der (erlebten) Hilfeleistung. Etwa jeder vierte Angehörige wünscht sich explizit Unterstützung durch ehrenamtliche Helfer – besonders wenn die Pflege bereits länger andauert. Aber nur knapp jeder zehnte Angehörige erhält Unterstützung durch freiwillige Helfer.
Zusammenfassung
Die Studie von Claudia Frey untersucht die informelle Unterstützung pflegender Angehöriger von Demenzkranken und deren Akzeptanz für ehrenamtliche Hilfe. Befragt wurden 160 Angehörige aus der Region Eichstätt-Ingolstadt, die sowohl häusliche als auch stationäre Pflege erlebten. Die Ergebnisse zeigen, dass fast alle Befragten Unterstützung von Familienmitgliedern erhalten, wobei die Zufriedenheit mit der Hilfe von der Häufigkeit der Inanspruchnahme abhängt. Etwa 25 % der Angehörigen wünschen sich explizit Unterstützung durch Ehrenamtliche, jedoch erhält nur jeder zehnte tatsächlich solche
Schlagwörter
HILFE; ZUFRIEDENHEIT; DEMENZ; SPIELEN; STUDIE; GRUPPE; PFLEGE; ZEITSCHRIFT; BETREUUNG;
