Pflegewissenschaft · Artikel

Pflegewiderstand bei Personen mit Demenz

Karoline Koch

Pflegewissenschaft, Hungen · 2012 · Heft 9 · S. 1 bis 1 · DOI 10.3936/1171

Abstract

„Pflegewiderstand“, ein Verhalten der Personen mit Demenz, stellt für Pflegeteams eine große Herausforderung dar. Personen mit Demenz, welche Hilfestellungen zur Bewältigung ihres Alltags benötigen, dies ist etwa Stadium 6 der GDS Skala nach Reisberg et al. (1982), antworten über ein vielfältiges Verhaltensrepertoire auf Handlungen ihrer Umgebung und zeigen unter anderem Widerstand gegen pflegerische Handlungen. Ziel der Untersuchung war es, Einblicke zu erhalten, wie Pflegepersonen den Pflegewiderstand von Patienten mit Demenz in unmittelbaren pflegerischen Situationen erleben. Es wurde eine schriftliche Befragung von 60 Pflegepersonen auf einer stationären Abteilung für Alterspsychiatrie durchgeführt. Die Ergebnisse zeigen, dass Pflegepersonen im Durchschnitt mehrmals pro Monat bis mehrmals pro Woche mit Pflegewiderstand konfrontiert sind. Besonders häufig zeigt sich das Verhalten „Gegenhalten“ (40 % „täglich“) und besonders selten „physisch bedrohen“ (13,6 % „nie“). Global betrachtet beurteilten die befragten Personen „Pflegewiderstand von Personen mit Demenz“ als mittelgradige emotionale wie körperliche Belastung auf einer sechsstufigen Skala. 61,7 % der Pflegepersonen erkennen einen Zusammenhang zwischen ihrem eigenen Verhalten und dem Verhalten der Personen mit Demenz. Zwischenmenschliche Prozesse sind von essentieller Bedeutung bei der Verhinderung von Pflegewiderstand.

Zusammenfassung

Der Fachtext von Karoline Koch behandelt das Phänomen des Pflegewiderstands bei Personen mit Demenz, das für Pflegekräfte eine erhebliche Herausforderung darstellt. In einer Untersuchung unter 60 Pflegepersonen in einer stationären Alterspsychiatrie wurde festgestellt, dass Widerstand häufig auftritt, insbesondere das Verhalten „Gegenhalten“. Die Pflegekräfte bewerten diesen Widerstand als mittlere emotionale und körperliche Belastung. Die Studie zeigt, dass zwischenmenschliche Prozesse entscheidend sind, um Pflegewiderstand zu verhindern. Der Text diskutiert auch die Ursachen und

Schlagwörter

DEMENZ; BELASTUNG; BEFRAGUNG; ERLEBEN; FRAGEBOGEN; PFLEGE; INTERAKTION; PFLEGEPERSONAL; BERUFSBILD;