Ein blinder Fleck? Arbeitsbelastung von Pflegeschülern und Pflegestudenten - Ergebnisse aus einem Gesundheitsförderungsprojekt
Michael Schilder, Ulrike Höhmann, Anke Metzenrath, Michael Roloff
Pflegewissenschaft, Hungen · 2012 · Heft 1 · S. 1 bis 1 · DOI 10.3936/1181
Abstract
Gesundheitsförderungsprojekte stellen aktuell einen beliebten Versuch dar, die Arbeitsbelastung in den Pflegeberufen zu senken. Allerdings haben diese Projekte häufig bereits examiniertes Pflegepersonal zur Zielgruppe. Vor dem Hintergrund des Fachkräftemangels in der Pflege ist es aber von zentraler Bedeutung, die Situation der Pflegeschüler und der Pflegestudenten im Hinblick auf deren Belas-tungserleben und auf ggf. darauf bezogene Unterschiede in den beiden Gruppen hin zu untersuchen, um deren Verbleib im Beruf zu sichern und gesundheitlichen Schädigungen vorzubeugen. Der vorliegende Beitrag stellt exemplarisch empirische Ergebnisse aus einem Gesundheitsförderungsprojekt vor. Diese beinhalten Erkenntnisse zu den Hauptbelastungsfaktoren von Pflegeschülernund -studenten und verweisen auf zentrale Unterschiede in der Belastungswahrnehmung dieser beiden Gruppen.
Zusammenfassung
Der Artikel untersucht die Arbeitsbelastung von Pflegeschülern und -studenten im Rahmen eines Gesundheitsförderungsprojekts. Angesichts des Fachkräftemangels in der Pflege ist es entscheidend, die Belastung dieser Gruppen zu analysieren, um deren Verbleib im Beruf zu sichern. Die Ergebnisse zeigen, dass Pflegeschüler häufig Unzufriedenheit mit der Anleitung und Organisation erleben und ein erhöhtes Burnout-Risiko aufweisen. Unterschiede in der Wahrnehmung von Belastungen zwischen Schülern und Studenten werden thematisiert. Das Projekt zielt darauf ab, durch die Integration eines
Schlagwörter
PFLEGE; PROBLEM; ARBEITSBELASTUNG; BELASTUNG; ARBEITSORGANISATION; EVALUATION; FALLBEISPIEL; PERSONALMANGEL; ZUSAMMENARBEIT;
