Wie Pflegende ihre Rolle in der Palliative Care erleben
Miriam Kesseli, Virpi Hantikainen
Pflegewissenschaft, Hungen · 2012 · Heft 12 · S. 1 bis 1 · DOI 10.3936/1188
Abstract
Technologische Fortschritte verlängern die Lebenserwartung wodurch Betreuungssituationen komplexer werden. Der Bedarf an palliativer Versorgung steigt. Doch unklare Rollen der involvierten Berufsgruppen führen zu einer verzögerten und lückenhaften Versorgung. Ziel der Übersichtsarbeit ist es, die Rolle von Pflegepersonen in der Palliative Care darzustellen. Darüber hinaus wird ihr Erleben beschrieben. Die Literatursuche erfolgte in den Datenbanken CINAHL, Medline und PsychInfo. 14 qualitative Studien konnten in die Übersichtsarbeit eingeschlossen werden. Mittels einer qualitativen Inhaltsanalyse wurden insgesamt sechs Kategorien identifiziert. Die pflegerische Rolle lässt sich in vier Kategorien unterteilen: Pflegeprozess, Beziehungsprozess, Wissen/Skills sowie Management. Pflegende erleben Effektivitätsverluste im Bereich „Wissen/Skills“ als auch infolge systemischer Barrieren. Zukünftige Studien über Schulungseffekte von Pflegenden und strukturelle Rahmenbedingungen sind notwendig.
Zusammenfassung
Die Übersichtsarbeit von Kesseli und Hantikainen untersucht die Rolle von Pflegepersonen in der Palliative Care und deren Erfahrungen. Angesichts des steigenden Bedarfs an palliativer Versorgung, bedingt durch technologische Fortschritte und eine alternde Bevölkerung, wird die Bedeutung einer klaren Rollenverteilung in multiprofessionellen Teams hervorgehoben. Die Analyse von 14 qualitativen Studien identifizierte vier zentrale Kategorien der pflegerischen Rolle: Pflegeprozess, Beziehungsprozess, Wissen/Skills und Management. Pflegepersonen berichten von Effektivitätsverlusten aufgrund
Schlagwörter
ERLEBEN; STUDIE; BETREUUNG; PFLEGE; BEZIEHUNG; STERBEN; ZIEL; KOMMUNIKATION; NATIONAL;
