Analyse von Sturzereignisprotokollen in einer vollstationären Altenpflegeeinrichtung
Nadine Fleischer-Schlechtiger, Jana Möbius-Winkler, Jörg Klewer
Pflegewissenschaft, Hungen · 2013 · Heft 12 · S. 1 bis 1 · DOI 10.3936/1238
Abstract
Sturzereignisse gefährden ältere pflegebedürftige Menschen und physische, psychische sowie gesundheitsökonomische Folgen können mit erheblichen Einbußen an Lebensqualität einhergehen. Es sollten die Ursachen der Sturzereignisse, die Anwendungsqualität der Sturzereignisprotokolle und daraus resultierende Maßnahmen in einer vollstationären Altenpflegeinrichtung untersucht werden.
Zusammenfassung
Die Analyse von Sturzereignisprotokollen in einer vollstationären Altenpflegeeinrichtung mit 74 Bewohnern im Jahr 2012 ergab, dass 108 Stürze dokumentiert wurden, wobei mehr Frauen als Männer betroffen waren. Die meisten Stürze ereigneten sich unbeobachtet in den Bewohnerzimmern, vor allem am Nachmittag und während der Dienstübergaben. Die Untersuchung zeigte, dass die Überprüfung sturzprophylaktischer Maßnahmen nach Stürzen nicht konsequent durchgeführt wurde. Es wurden Defizite in der Umsetzung des Expertenstandards zur Sturzprophylaxe festgestellt. Die häufigsten Verletzungen waren
Schlagwörter
STURZ; PFLEGESTUFE; RISIKOFAKTOR; EINRICHTUNG; EXPERTENSTANDARD; NETZWERK; ALTER; ANGST; ANPASSUNG;
