Handeln bei Gewalt in der häuslichen Laienpflege: Hilfen und Hindernisse für ambulante Pflegefachkräfte
Anna Grundel, Katharina Liepe, Beate Blättner
Pflegewissenschaft, Hungen · 2014 · Heft 11 · S. 1 bis 1 · DOI 10.3936/1276
Abstract
Gewalt gegen ältere Menschen in der häuslichen Pflege führt zu Leid bei den Betroffenen und stellt einen Eingriff in deren grundlegende Rechte dar. Prävention und Intervention durch ambulante Pflegefachkräfte könnten positive Effekte für die Beteiligten haben. Es wurde der Frage nachgegangen, welche Faktoren das Handeln von Pflegefachkräften begünstigen und welche Barrieren darstellen. Handlungssicherheit, Kenntnisse über Gewalt sowie ein klarer Auftrag zum Schutz der Pflegebedürftigen sind begünstigende Faktoren für das Handeln. Hemmend wirken dagegen fehlende Sensibilität für die Problematik und fehlende Handlungsoptionen bzw. -legitimation. Auf institutioneller Ebene begünstigen standardisiertes Vorgehen sowie Instrumente für die Objektivierung und Dokumentation von Gewalt professionelles Handeln. Müssen externe Akteure hinzugezogen werden, weil die eigenen Interventionsmöglichkeiten nicht ausreichen, entstehen auf institutioneller Ebene Handlungsunsicherheiten, die stark hemmend wirken.
Zusammenfassung
Der Fachtext behandelt die Problematik von Gewalt gegen ältere Menschen in der häuslichen Laienpflege und die Rolle ambulanter Pflegefachkräfte bei Prävention und Intervention. Gewalt in diesem Kontext kann sowohl physisch als auch psychisch sein und wird häufig von pflegenden Angehörigen ausgeübt. Die Studie identifiziert Faktoren, die das Handeln von Pflegekräften unterstützen, wie Handlungssicherheit und Wissen über Gewalt, sowie Barrieren wie fehlende Sensibilität und Handlungsoptionen. Auf institutioneller Ebene fördern standardisierte Vorgehensweisen professionelles Handeln, während
Schlagwörter
GEWALT; FAMILIE; PFLEGE; DOKUMENTATION; PROBLEM; ZIEL; ENTSCHEIDUNG; BERATUNG; BEZIEHUNG; AINS;
