Pflegewissenschaft · Artikel

Qualifizierungswege und -profile auf dem Prüfstand. Ergebnisse und Schlussfolgerungen einer Evaluationsstudie zur Ausbildung in der Anästhesietechnischen Assistenz

Yvonne Lehmann

Pflegewissenschaft, Hungen · 2015 · Heft 5 · S. 1 bis 1 · DOI 10.3936/1297

Abstract

Seit wenigen Jahren existiert in Deutschland eine grundständige 3-jährige Ausbildung für Anästhesie-technische Assistenten (ATA), die staatlich bislang nicht anerkannt ist. Mit dieser Ausbildung besteht eine Alternative zum bisherigen Bestandteil Anästhesiepflege der Fachweiterbildung Intensiv- & Anästhesiepflege (I&A) und wird die Notwendigkeit einer Pflegeausbildung für die Tätigkeit im Anästhesie-Funktionsdienst in Frage gestellt. In einer Evaluationsstudie wurde die Ausbildung von ATA mit Bezug zur parallel bestehenden I&A-Fachweiterbildung, zum Wandel der Gesundheitsberufe und zu berufsbildungstheoretischen Aspekten beschrieben und bewertet. Die Ergebnisse der Studie liefern empirisch gestützte Hinweise dafür, wie die beiden Qualifizierungswege ATA und I&A weiterentwickelt werden könnten. Dabei wird u. a. ein Diskussionsvorschlag für ein konsekutives Bildungskonzept für medizinisch-technische Berufe im perioperativen Handlungsfeld vorgestellt.

Zusammenfassung

Die Evaluationsstudie zur Ausbildung in der Anästhesietechnischen Assistenz (ATA) in Deutschland beleuchtet die seit einigen Jahren bestehende, jedoch nicht staatlich anerkannte, dreijährige Ausbildung. Diese stellt eine Alternative zur Fachweiterbildung Intensiv- & Anästhesiepflege (I&A) dar und wirft Fragen zur Notwendigkeit einer Pflegeausbildung im Anästhesie-Funktionsdienst auf. Die Studie analysiert die Ausbildung im Kontext der I&A-Fachweiterbildung sowie der Entwicklungen im Gesundheitswesen und bietet empirische Hinweise zur Weiterentwicklung beider Qualifizierungswege. Ein Vorschlag

Schlagwörter

AUSBILDUNG; WEITERBILDUNG; PFLEGE; STUDIE; MITARBEITER; ENTWICKLUNG; WEITERENTWICKLUNG; EVALUATION; ANERKENNUNG; AINS;