Unterschätzt: Männer in der Angehörigenpflege. Männer als Pflegende / Angehörigenpflege / Belastungen und Bewältigung
Eckart Hammer
Pflegewissenschaft, Hungen · 2015 · Heft 7 · S. 1 bis 1 · DOI 10.3936/1306
Abstract
Der Beitrag basiert auf 25 Interviews mit überwiegend älteren Männern in der Betreuung und Pflege von Angehörigen und einer Sichtung anderer Studien. Er zeigt, dass die Pflegeleistung von Männern in der Angehörigenpflege sowohl quantitativ als auch qualitativ meist unterschätzt, bagatellisiert oder übersehen wird. Mehr als ein Drittel aller betreuenden und pflegenden Angehörigen sind Männer, die ihre Aufgaben zumeist in einer guten Kombination von caring for and caring about bewältigen. Die Studie zeigt die subjektive Wirklichkeitssicht der Männer, ihr Erleben und die Ausgestaltung ihrer Pflegerolle. Bei der Bewältigung des wachsenden Pflegenotstandes wird es maßgeblich darauf ankommen, Männer in ihrer quantitativen Bedeutung und spezifischen Leistungsfähigkeit sichtbar zu machen.
Zusammenfassung
Der Artikel von Eckart Hammer untersucht die Rolle von Männern in der Angehörigenpflege, basierend auf 25 Interviews mit älteren Männern. Er zeigt, dass die Pflegeleistungen von Männern oft unterschätzt und marginalisiert werden, obwohl über ein Drittel der pflegenden Angehörigen Männer sind. Diese Männer kombinieren Aspekte des „caring for“ und „caring about“ und erleben ihre Pflegerolle unterschiedlich. Die Studie hebt hervor, dass Männer in der Pflege aktiver sind, als häufig angenommen wird, und dass ihre spezifischen Kompetenzen und Erfahrungen mehr Beachtung finden sollten. Trotz
Schlagwörter
PFLEGE; FRAU; BETREUUNG; LEBEN; BEZIEHUNG; DEMENZ; HAUSHALT; MANN; ERLEBEN;
