Pflegewissenschaft · Artikel

Situation pflegender Angehöriger in der Stadt St. Gallen

Nicole Oberhänsli, Livia Kiener, André Fringer

Pflegewissenschaft, Hungen · 2015 · Heft 7 · S. 1 bis 1 · DOI 10.3936/1309

Abstract

Pflegende Angehörige gelten als „grösster Pflegedienst der Welt“. Aufgrund der demographischen Entwicklung und vermehrter Multimorbidität wird ihre Wichtigkeit weiter steigen. Mithilfe der Studie ermittelten wir das Profil pflegender Angehöriger in der Stadt St. Gallen (Schweiz). Die Studiendaten bezogen sich u.a. auf soziodemographische Charakteristika, das Befinden und die unterstützenden Dienste. Die Ergebnisse zeigen, dass der Zugang zu pflegenden Angehörigen für Forschende erschwert ist. Im Vergleich mit anderen Studien beziehen sich die Unterschiede vor allem auf soziodemographische Merkmale (z.B. Alter, Beziehungsgrad), den Hauptbeweggrund der Pflegeübernahme sowie die Möglichkeit einer Weiterführung häuslicher Pflege. Der Fragebogen erlaubte es, ein umfassendes Portrait pflegender Angehöriger der Stadt St. Gallen aufzuzeigen. Die Ergebnisse weisen darauf hin, dass die häusliche Pflege einen kommunalen Charakter hat, der bei der Sozialplanung zu berücksichtigen ist.

Zusammenfassung

Die Studie zur Situation pflegender Angehöriger in St. Gallen untersucht die demografischen Merkmale, das Wohlbefinden und die Unterstützungsangebote für diese Gruppe. Pflegende Angehörige, oft als „größter Pflegedienst der Welt“ bezeichnet, stehen aufgrund demografischer Veränderungen und zunehmender Multimorbidität vor wachsenden Herausforderungen. Die Forschung zeigt, dass der Zugang zu diesen Angehörigen für Studien schwierig ist und erhebliche regionale Unterschiede in der Nutzung von Pflegeleistungen bestehen. Die Ergebnisse verdeutlichen, dass die häusliche Pflege einen kommunalen

Schlagwörter

PFLEGE; VERGLEICH; FRAGEBOGEN; HILFE; SCHWEIZ; ALTER; GESUNDHEIT; STATISTIK; BELASTUNG; AINS;