Pflegewissenschaft · Artikel

Erfassung eines Nachakutpflegebedarf bei hospitalisierten, medizinischen Patienten durch die „Post-Acute Care Discharge scores“ (PACD)

Antoinette Conca

Pflegewissenschaft, Hungen · 2015 · Heft 12 · S. 1 bis 1 · DOI 10.3936/1319

Abstract

Für eine proaktive und effektive Austrittsplanung ist die frühe, systematische biopsychosoziale Einschätzung von älteren Patienten im Akutspital notwendig, um Risikopatienten für einen Nachakutpflegebedarf zu identifizieren. Diese Untersuchung hatte zum Ziel, die Eignung, der in Genf entwickelten „Post Acute Care Discharge“ (PACD) Scores, angepasst für den Einsatz im Kantonsspital Aarau, als Screeninginstrumente bei ausgewählten Patienten der medizinischen Universitätsklinik zu untersuchen. Bei 308 Patienten mit Harnwegsinfekten, Stürzen, Synkopen oder Herzinsuffizienz, die von zu Hause ins Spital eintraten, erreichten der PACD (Tag 1) ? 8 eine Sensitivität von 90% und Spezifität von 62% bzw. der PACD (Tag 3) ? 8 eine Sensitivität von 80% und eine Spezifität von 60% für einen Nachakutpflegebedarf. Die PACDs als Screeninginstrumente erkennen frühzeitig Risikopatienten und unterstützen so eine strukturierte, interdisziplinäre, patientenzentrierte Situationsanalyse und Maßnahmenplanung.

Zusammenfassung

Die Untersuchung von Antoinette Conca befasst sich mit der Identifikation des Nachakutpflegebedarfs bei hospitalisierten älteren Patienten durch die „Post-Acute Care Discharge“ (PACD) Scores. Ziel war es, die Eignung dieser Scores, die für das Kantonsspital Aarau angepasst wurden, als Screeninginstrumente zu evaluieren. Bei 308 Patienten mit Harnwegsinfekten, Stürzen, Synkopen oder Herzinsuffizienz zeigte der PACD am ersten Tag eine Sensitivität von 90% und eine Spezifität von 62% für einen Nachakutpflegebedarf. Diese Scores ermöglichen eine frühzeitige Erkennung von Risikopatienten und

Schlagwörter

PFLEGEHEIM; RISIKO; HILFE; INSTITUTION; SCREENING; STURZ; PFLEGE; BEFRAGUNG; ATL;