Clownvisiten bei Kindern und Erwachsenen. Eine systematische Literaturübersicht
Sabine Erbschwendtner, Prof. Dr. Michael Bossle, Univ.-Prof. Dr. Hermann Brandenburg
Pflegewissenschaft, Hungen · 2015 · Heft 12 · S. 1 bis 1 · DOI 10.3936/1322
Abstract
Clownvisiten im Gesundheitsbereich und in der Altenhilfe gewinnen zunehmend an Bedeutung. Die Fragen nach den Auswirkungen von Interventionen von und mit Clowns, in diesen Settings, stehen im Zentrum des vorliegenden systematischen Reviews. Insgesamt können 26 Publikationen in die Analyse eingeschlossen werden. Eine Vielzahl davon kann der Pädiatrie und dort überwiegend der Auseinandersetzung mit präoperativer Angst, zugeordnet werden. Bei Erwachsenen sind Clowns im Kontext der In-vitro Fertilisation, bei chronischen und psychiatrischen Erkrankungen sowie im gerontologischen Bereich zu finden. In den Arbeiten mit qualitativen Designs wird die Komplexität von Clowninterventionen deutlich. Die quantitativen Studien zeigen wenige, überwiegend positive Effekte. Um generalisierbare Aussagen über Clowns und die Auswirkungen ihrer Arbeit treffen zu können, fehlen derzeit differenzierte Untersuchungen von ausreichender wissenschaftlicher Güte.
Zusammenfassung
Die systematische Literaturübersicht zu Clownvisiten bei Kindern und Erwachsenen untersucht die Auswirkungen von Clowninterventionen im Gesundheitswesen und in der Altenhilfe. Insgesamt wurden 26 relevante Publikationen analysiert, wobei der Fokus auf der Pädiatrie liegt, insbesondere zur Reduzierung präoperativer Angst. Bei Erwachsenen finden sich Studien zu In-vitro-Fertilisation, chronischen und psychiatrischen Erkrankungen sowie in der Geriatrie. Qualitative Studien zeigen die Komplexität der Clowninterventionen, während quantitative Studien überwiegend positive Effekte dokumentieren. Es
Schlagwörter
ANGST; ELTERN; STUDIE; ALTER; MITARBEITER; VERGLEICH; WIRKUNG; INTERAKTION; LACHEN;
