Pflegewissenschaft · Artikel

Interprofessionelle Zusammenarbeit zwischen Pflegenden und Ärzt/innen – Anwendung und erste Validierung der Collaborative Practice Scales (CPS)

Barbara Schär, Horst Rettke, Prof. Rebecca Spirig, Prof. Lorenz Imhof

Pflegewissenschaft, Hungen · 2016 · Heft 6 · S. 1 bis 1 · DOI 10.3936/1347

Abstract

Patientenprozesse im Akutspital werden durch interprofessionelle Zusammenarbeit massgeblich geprägt. Deren Qualität ist entscheidend für positive Patientenergebnisse und hohe Arbeitszufriedenheit. Wir übersetzten die Collaborative Practice Scales (CPS) und befragten 128 Pflegende und 104 ÄrztInnen in einem Deutschschweizer Universitätsspital. Von ihnen bewerteten 55 Pflegende und 29 ÄrztInnen ihre Zusammenarbeit als relativ zufriedenstellend. Die interne Konsistenz beider Skalen war gut. Die Faktorenanalyse bestätigte bis auf ein Item die ursprüngliche Struktur der CPS für Pflegende. Aufgrund des geringen Rücklaufs bei ÄrztInnen wurde hier auf die Faktorenanalyse verzichtet. Rückmeldungen vor allem der ÄrztInnen weisen auf mangelnde Verstehbarkeit einzelner Items hin. Die CPS eignen sich grundsätzlich, die Qualität interprofessioneller Zusammenarbeit zwischen Pflegenden und ÄrztInnen wiederzugeben. Wir empfehlen die klinische Anwendung erst nach linguistischer Validierung.

Zusammenfassung

Der Artikel untersucht die interprofessionelle Zusammenarbeit zwischen Pflegenden und ÄrztInnen in Akutspitälern und validiert die Collaborative Practice Scales (CPS) als Messinstrument. Eine Umfrage unter 128 Pflegenden und 104 ÄrztInnen in einem Universitätsspital in der Deutschschweiz ergab, dass 55 Pflegende und 29 ÄrztInnen ihre Zusammenarbeit als zufriedenstellend bewerteten. Die interne Konsistenz der CPS war gut, jedoch zeigte die Faktorenanalyse für Pflegende nur bei einem Item Abweichungen von der ursprünglichen Struktur. Aufgrund der geringen Rücklaufquote bei ÄrztInnen wurde hier

Schlagwörter

ZUSAMMENARBEIT; PFLEGE; FRAGEBOGEN; KRANKENPFLEGE; STUDIE; ARBEITSZUFRIEDENHEIT; BETREUUNG; BETRUG; PATIENT;