Pflegewissenschaft · Artikel

Herausforderungen und Ressourcen von Angehörigen mit Migrationsund Demenzerfahrungen

Prof. Dr. Olivia Dibelius, Prof. Dr. Erika Feldhaus-Plumin, Prof. Dr. Gudrun Piechotta-Henze

Pflegewissenschaft, Hungen · 2016 · Heft 12 · S. 1 bis 1 · DOI 10.3936/1451

Abstract

Das Forschungsprojekt „Lebenswelten von demenziell erkrankten Migrantinnen und Migranten türkischer Herkunft und ihren Familien. Eine Untersuchung zu Ressourcen und Belastungen“ hatte die Ziele, Herausforderungen, Ressourcen und Belastungen der pflegenden Angehörigen, Informations-, Beratungsund Versorgungsangebote in Deutschland mit Schwerpunkt Berlin zu identifizieren. Handlungsempfehlungen sollten so konkretisieret werden, dass sie bundesweit Anwendung finden können. Der explorative Forschungsansatz und ein Methodenmix ermöglichten unterschiedliche Perspektiven auf den Alltag betroffener Familien. Es zeigte sich, dass die Herausforderungen durch eine demenzielle Erkrankung nur ansatzweise durch innerfamiliäre Unterstützung und Vernetzung in der Community kompensiert werden können.

Zusammenfassung

Der Fachtext behandelt die Herausforderungen und Ressourcen von Angehörigen türkischer Migranten, die mit Demenz konfrontiert sind. Im Rahmen eines Forschungsprojekts wurden die Belastungen und Unterstützungsangebote in Deutschland, insbesondere in Berlin, untersucht. Die Ergebnisse zeigen, dass die Herausforderungen durch Demenz nur begrenzt durch familiäre Unterstützung und Community-Vernetzung gemildert werden können. Migranten der ersten Generation leben oft unter prekären Bedingungen und haben eingeschränkten Zugang zu Gesundheits- und Versorgungsleistungen, was ihre Situation

Schlagwörter

PFLEGE; DEMENZ; BERLIN; VERGLEICH; ALTER; MIGRATION; FAMILIE; FORSCHUNG; INTEGRATION;