Pflegebedarf, soziale Kontakte und Lebensqualität im Betreuten Wohnen. Ergebnisse einer Bewohnerbefragung
FH-Prof. Dr. Thomas Boggatz, Stefanie Reiter, B.Sc., Bettina Weber, B.Sc.
Pflegewissenschaft, Hungen · 2017 · Heft 2 · S. 1 bis 1 · DOI 10.3936/1438
Abstract
Betreutes Wohnen verfolgt das Ziel, das Auftreten von Pflegeabhängigkeit zu verzögern und soziale Kontakte und Lebensqualität im Alter zu fördern. Es gibt nur wenige Daten über seine Effekte. Diese Studie sollte das Erreichen der genannten Ziele im Betreuten Wohnen im Bundesland Salzburg bestimmen. Es wurde eine Querschnittsstudie durchgeführt. Die Datensammlung erfolgte durch Selbstauskunft zu einem strukturierten Fragebogen, die Datenauswertung mit deskriptiver Statistik. Aus 24 Einrichtungen nahmen 287 Bewohner teil. Die Pflegeabhängigkeit war insgesamt niedrig, bei den sozialen Kontakten wies die Mehrzahl eine hohe Qualität auf, bei den Dimensionen der Lebensqualität waren dies zwischen 31% und 77%. Da eventuell Personen mit Beeinträchtigungen und geringen Kontakten keine Auskunft gaben, können die Ergebnisse etwas zu positiv sein. Das Betreute Wohnen im Bundesland Salzburg scheint sein Ziel zu erreichen.
Zusammenfassung
Die Studie untersucht den Pflegebedarf, soziale Kontakte und die Lebensqualität von Bewohnern im Betreuten Wohnen in Salzburg. Ziel war es, die Effektivität dieser Wohnform zu evaluieren, die darauf abzielt, Pflegeabhängigkeit zu verzögern und soziale Interaktionen sowie Lebensqualität zu fördern. In einer Querschnittsstudie wurden 287 Bewohner aus 24 Einrichtungen befragt. Die Ergebnisse zeigen eine insgesamt niedrige Pflegeabhängigkeit und eine hohe Qualität sozialer Kontakte. Die Lebensqualität variierte zwischen 31% und 77% der Teilnehmer. Es wird angemerkt, dass die Ergebnisse
Schlagwörter
WOHNEN; ALTER; STUDIE; BEFRAGUNG; GRUPPE; PFLEGE; PFLEGESTUFE; EINRICHTUNG; FRAGEBOGEN;
