«Solche Verlegungen können Angst machen» – Wie Pflegefachpersonen die Verlegung von Patient(inn)en mit Polytrauma von einer Intensivauf eine Bettenstation erleben
Barbara Bretscher Parmar, Marianne Schärli, Prof. Dr. Iren Bischofberger
Pflegewissenschaft, Hungen · 2017 · Heft 3 · S. 1 bis 1 · DOI 10.3936/1471
Abstract
Diese Studie untersucht, wie Pflegefachpersonen den Transferprozess von Patient(inn)en mit einem Polytrauma von der Intensivpflegestation auf die Bettenstation erleben. Aufgrund des komplexen Versorgungsbedarfs auf der Intensivstation stellen sich nach dem Transfer auf die Bettenstation weiterhin anspruchsvolle Aufgaben. Wie Pflegefachpersonen diesen Transferprozess erleben, ist kaum erforscht. Eine an Grounded Theory-Prinzipien orientierte Analyse von Einzelinterviews mit Pflegefachpersonen zeigte, dass der Transferprozess emotionale Belastung auslösen kann. Zwei Ursachen liegen dieser Belastung zugrunde. Einerseits gilt es pflegeintensive Situationen zu überblicken. Andererseits sind Pflegefachpersonen unbeeinflussbaren betrieblichen Bedingungen ausgesetzt. Somit sind für den Transfer spezielle Vorbereitungen nötig und die interprofessionelle Zusammenarbeit ist zu verbessern.
Zusammenfassung
Die Studie untersucht, wie Pflegefachpersonen den Transfer von Polytraumapatienten von der Intensivstation auf eine Bettenstation erleben. Der Transfer kann emotionale Belastungen auslösen, da Pflegekräfte sowohl komplexe Pflegeanforderungen bewältigen müssen als auch externen, unbeeinflussbaren Bedingungen ausgesetzt sind. Interviews mit Pflegefachpersonen zeigen, dass der Transfer eine Herausforderung darstellt, insbesondere in Bezug auf die instabilen Zustände der Patienten und die oft unzureichende personelle Ausstattung. Die Ergebnisse verdeutlichen, dass spezielle Vorbereitungen und
Schlagwörter
BELASTUNG; ERLEBEN; PFLEGE; ZUSAMMENARBEIT; SICHERHEIT; ZEIT; ANGST; BETREUUNG; KOMMUNIKATION; AINS;
