Perspektiven „guter Pflege“ aus Sicht von pflegenden Angehörigen und professionellen Pflegekräften: eine qualitative Studie
Verena Gebhart, Isabella Klotz
Pflegewissenschaft, Hungen · 2017 · Heft 8 · S. 1 bis 1 · DOI 10.3936/1500
Abstract
Dieser Beitrag fragt nach den Hintergründen einer tendenziellen Nicht-Inanspruchnahme von professionellen Unterstützungsangeboten durch pflegende Angehörige. Dazu wurden in qualitativen Interviews und Gruppendiskussionen die Alltagssituation, das Belastungserleben und der Unterstützungsbedarf pflegender älterer Frauen erhoben. Die Ergebnisse zeigen, dass sich die Perspektiven pflegender Angehöriger und ihre Ansprüche an eine „gute Pflege“ von jenen professioneller Pflegekräfte maßgeblich unterscheiden. Ein „ganzheitlicher Pflegebegriff“ und ein „Pflegedialog“ zwischen formeller und informeller Pflege werden als mögliche Lösungsansätze für eine Verbesserung der Situation pflegender Angehöriger vorgeschlagen.
Zusammenfassung
Die qualitative Studie von Verena Gebhart und Isabella Klotz untersucht die Perspektiven pflegender Angehöriger und professioneller Pflegekräfte auf „gute Pflege“. Trotz der hohen Belastungen, die pflegende Angehörige, insbesondere ältere Frauen, erfahren, nutzen sie selten professionelle Unterstützungsangebote. Die Interviews zeigen, dass die Ansprüche der Angehörigen an Pflege stark von denen der Fachkräfte abweichen. Ein ganzheitlicher Pflegeansatz und ein Dialog zwischen formeller und informeller Pflege werden als Lösungsansätze vorgeschlagen, um die Situation der Angehörigen zu
Schlagwörter
PFLEGE; STUDIE; BETREUUNG; ZEIT; GRUPPE; BELASTUNG; HAUSHALT; SELBSTPFLEGE; AUSBILDUNG;
