Arzneimitteltherapiesicherheit (AMTS) in der ambulanten und der stationären Langzeitpflege. Optionen und Hindernisse für den Beitrag von Pflegekräften.
Prof. Dr. Henny Annette Grewe, Prof. Dr. Beate Blättner
Pflegewissenschaft, Hungen · 2017 · Heft 11 · S. 1 bis 1 · DOI 10.3936/1542
Abstract
Pflegebedürftigkeit ist mit einem hohen Risiko von UAE vergesellschaftet. 8 ambulante und 10 stationäre Einrichtungen beteiligten sich an 11 Workshops zur Verbesserung der AMTS, in je 6 Einrichtungen wurden Interviews mit Leitungskräften durchgeführt, in je 3 Einrichtungen Verordnungen von Medikamenten erhoben. 105 ambulant Gepflegte erhielten durchschnittlich 7,0 Medikamentenverordnungen pro Tag, 186 stationär Gepflegte 7,6. Die Kontinuität pflegerischer Betreuung bietet Chancen für eine Verbesserung der AMTS, wenn sie Wahrnehmungen adäquat an das ärztliche Versorgungssystem kommuniziert und von dort dafür Informationen erhält. Der bundeseinheitliche Medikationsplan könnte Verbesserungen für die Kommunikation mit sich bringen, greift aber noch nicht alle relevanten Vorschläge auf.
Zusammenfassung
Die Arzneimitteltherapiesicherheit (AMTS) in der Langzeitpflege ist entscheidend, da Pflegebedürftigkeit mit einem hohen Risiko unerwünschter Arzneimittelereignisse (UAE) verbunden ist. In einer Studie wurden 105 ambulant und 186 stationär gepflegte Personen untersucht, die im Durchschnitt 7,0 bzw. 7,6 Medikamente pro Tag erhielten. Workshops und Interviews in 18 Pflegeeinrichtungen zeigten, dass die Kontinuität der Pflege Chancen zur Verbesserung der AMTS bietet, wenn Pflegekräfte ihre Beobachtungen effektiv an Ärzte kommunizieren. Der bundeseinheitliche Medikationsplan könnte die
Schlagwörter
PFLEGE; ALTERSGRUPPE; ARZNEIMITTEL; INDIKATION; STUDIE; KOMMUNIKATION; LANGZEITPFLEGE; PROBLEM; RISIKO;
