Rund um die Uhr - Mobile Pflege und Betreuung für ältere Menschen in Tirol/Österreich
Christa Them, Jutta Wetzlmair, Eva Schulc
Pflegewissenschaft, Hungen · 2018 · Heft 1 · S. 1 bis 1 · DOI 10.3936/1533
Abstract
Es wurde eine explorative Studie mit qualitativem Forschungsdesign durchgeführt, die darauf abzielte, aus Sicht verschiedener Shareund Stakeholder einen möglichen Bedarf für mobile pflegerische Nachtangebote zu identifizieren. In Summe wurden mit 16 Pflegebedürftigen, 19 pflegenden Angehörigen, vier Pflegeund vier Verwaltungsleitungen mobiler Pflegedienste sowie vier Sprengelärzten problembezogene, leitfadengestützte Interviews geführt. Vorrangiges Ergebnis war, dass fast alle Befragten einen gegebenen Bedarf für die Inanspruchnahme von mobilen pflegerischen Nachtangeboten in Form von ungeplanten Rufbereitschaften sowie von geplanten Nachtdiensten für Menschen in komplexen pflegerischen Versorgungssituationen einschätzten. Ungeachtet des postulierten nächtlichen mobilen Pflegeangebots zeigten sich aber auch Problembereiche, die bis zum heutigen Tag (2 Jahre nach Beendigung der Studie) eine mögliche Implementierung in Form von Pilotprojekten nicht möglich machte.
Zusammenfassung
Die explorative Studie untersucht den Bedarf an mobilen pflegerischen Nachtangeboten für ältere Menschen in Tirol. Interviews mit 16 Pflegebedürftigen, 19 Angehörigen und Fachleuten zeigen, dass nahezu alle Befragten einen Bedarf für mobile Nachtpflege in Form von Rufbereitschaften und geplanten Nachtdiensten sehen. Trotz dieser Erkenntnisse bestehen weiterhin Herausforderungen, die eine Implementierung solcher Angebote behindern. In Tirol fehlen flächendeckende mobile Nachtpflegeangebote, was die Versorgung von Pflegebedürftigen in der Nacht einschränkt. Die Studie zielt darauf ab, den
Schlagwörter
STUDIE; PFLEGE; BETREUUNG; KRANKENHAUS; HILFE; PFLEGESTUFE; GRUPPE; PROBLEM; ZEIT;
