Klinik Inklusiv – Ein Projekt zur Förderung einer bedürfnisorientierten, stationären Versorgung von Menschen mit einer komplexen Behinderung
Prof. Dr. Hermann-T. Steffen, Prof. Dr. Doris Tacke, Claudia Brinkmann, Katja Doer, Stephan Nadolny
Pflegewissenschaft, Hungen · 2018 · Heft 3 · S. 1 bis 1 · DOI 10.3936/1543
Abstract
Obgleich die Zahl älterer Menschen mit komplexen Behinderungen über die letzten Jahre steigt und diese Patientengruppe immer mehr auf akutstationäre Behandlung angewiesen ist, sind die klinischen Versorgungsbereiche bislang nur unzureichend auf diese Gruppe eingestellt. Ziel: Die Untersuchung zielt darauf, den Beitrag assessmentgestützter prästationärer Hausbesuche zur Verbesserung der klinischen Versorgungssituation von Patienten und Patientinnen mit einer komplexen Behinderung zu evaluieren. Methode: Im Rahmen einer explorativ qualitativen Studie mit interaktionistischer Perspektive werden Interviews mit Betroffenen und professionellen Akteuren sowie Teilnehmende Beobachtungen in den Versorgungsbereichen durchgeführt. Erste Ergebnisse: Prästationäre Hausbesuche durch klinische Pflegeexperten eignen sich ausnehmend die Bedürfnisse der Zielgruppe zu erfassen. Ein spezielles Augenmerk ist auf den Transfer der erhobenen Daten in den klinischen Alltag zu richten.
Zusammenfassung
Das Projekt "Klinik Inklusiv" zielt darauf ab, die stationäre Versorgung von Menschen mit komplexen Behinderungen zu verbessern. Angesichts der steigenden Zahl älterer Patienten mit solchen Behinderungen und deren erhöhtem Bedarf an akutstationärer Behandlung sind die bestehenden Versorgungsstrukturen oft unzureichend. Die Studie evaluiert den Nutzen prästationärer Hausbesuche durch Pflegeexperten, um die Bedürfnisse dieser Patienten besser zu erfassen. Durch qualitative Interviews und teilnehmende Beobachtungen werden die Perspektiven der Betroffenen, Angehörigen und Fachkräfte einbezogen.
Schlagwörter
BEHINDERUNG; KRANKENHAUS; BETREUUNG; ERLEBEN; BEOBACHTUNG; PARTIZIPATION; PFLEGE; AUFNAHME; BEHINDERTER;
