Technikgestützte Steuerung von Arbeitsprozessen in der ambulanten Pflege - eine transdisziplinäre Betrachtung
Sabine Daxberger, Dr. Lena Marie Wirth, Prof. Dr. Manfred Hülsken-Giesler
Pflegewissenschaft, Hungen · 2018 · Heft 8 · S. 1 bis 1 · DOI 10.3936/1631
Abstract
Vor dem Hintergrund der demografischen und technologischen Entwicklung widmet sich dieser Artikel einer Analyse von verschiedenen Auswirkungen im Arbeitsfeld der ambulanten Pflege. Hierfür werden ausgewählte Ergebnisse zur Organisation eines BMBF Projektes der Pflegearbeit, zu Indirekter Steuerung und Interessierter Selbstgefährdung sowie zur Rolle von Smartphones in Arbeitsprozessen vorgestellt und diskutiert. Die Auswertung von Experteninterviews mittels qualitativer Inhaltsanalyse zeigt dabei, dass neue computergestützte Technologien grundsätzlich positiv aufgenommen werden, dass jedoch die organisationale Einbindung und die Steuerung der Arbeit häufig völlig unreflektiert bleiben. Als positive Erfahrungen werden hingegen die Stärkung bezugspflegerischer Elemente und die strukturelle Verankerung der Pflegeverantwortung im Prozess erlebt.
Zusammenfassung
Der Artikel analysiert die Auswirkungen technikgestützter Arbeitsprozesse in der ambulanten Pflege im Kontext demografischer und technologischer Entwicklungen. Er basiert auf einem BMBF-Projekt und untersucht die Rolle von Smartphones sowie die Organisation der Pflegearbeit. Experteninterviews zeigen, dass neue Technologien positiv wahrgenommen werden, jedoch oft unreflektiert in die Arbeitsorganisation integriert sind, was zu (Selbst-)Gefährdungen führen kann. Positiv hervorgehoben wird die Stärkung pflegerischer Elemente und die Verankerung von Pflegeverantwortung. Der Artikel betont die
Schlagwörter
PFLEGE; ENTWICKLUNG; BEZUGSPFLEGE; GESUNDHEIT; MANAGEMENT; KOMMUNIKATION; MITARBEITER; PFLEGEARBEIT; FORSCHUNG; AINS;
