Pflegewissenschaft · Artikel

Versorgungskonzepte für Pflegebedürftige mit kognitiven Einschränkungen. Vergleich der Qualitätsergebnisse des Projektes „Ergebnisqualität in der stationären Altenhilfe“- EQisA

Jaroslava Zimmermann, Heidemarie Kelleter

Pflegewissenschaft, Hungen · 2018 · Heft 8 · S. 1 bis 1 · DOI 10.3936/1567

Abstract

Obwohl in der internationalen wissenschaftlichen Literatur keine eindeutige Evidenz erkennbar ist, dass alternative Versorgungsformen eine positive Wirkung auf kognitiv beeinträchtigte Bewohner/-innen haben, werden diese in stationärer Langzeitpflege immer häufiger erprobt. In diesem Beitrag wurden Ergebnisse des Projektes EQisA sekundär analysiert, um Unterschiede in der Ergebnisqualität zwischen segregativer und integrativer Versorgung kognitiv Beeinträchtigter in stationären Pflegeeinrichtungen zu ermitteln. Die nach segregativen Prinzip organisierten Einrichtungen wiesen weniger Stürze mit schweren Folgen, einen niedrigeren Anteil der Anwendung von Gurtfixierungen bei erheblich kognitiv Beeinträchtigten und eine niedrigere Dekubitusrate bei immobilen Bewohnern/-innen im Vergleich zu den traditionellen Einrichtungen auf.

Zusammenfassung

Der Fachtext untersucht die Qualitätsergebnisse des Projekts „Ergebnisqualität in der stationären Altenhilfe“ (EQisA) im Hinblick auf verschiedene Versorgungskonzepte für Pflegebedürftige mit kognitiven Einschränkungen. Trotz fehlender eindeutiger wissenschaftlicher Evidenz für die Vorteile alternativer Versorgungsformen, wie segregative und integrative Ansätze, werden diese zunehmend in der Langzeitpflege erprobt. Die Analyse zeigt, dass segregative Einrichtungen weniger Stürze, geringeren Einsatz von Gurtfixierungen und niedrigere Dekubitusraten aufweisen als traditionelle

Schlagwörter

PFLEGESTUFE; VERGLEICH; PFLEGE; EINRICHTUNG; PROJEKT; STUDIE; DEMENZ; RISIKO; BETREUUNG;