Eine unterkühlte Willkommenskultur. Ergebnisse einer qualitativen Studie zur Situation neu zugewanderter Pflegender in stationären Einrichtungen
Christina Gold, Susan Smeaton, Shabana Maliki, Melanie Tersch, Prof. Dr. phil. Ulrike Schulze
Pflegewissenschaft, Hungen · 2019 · Heft 3 · S. 1 bis 1 · DOI 10.3936/1584
Abstract
Das Projekt TransCareKult zielt auf die nachhaltige Integration und Personalbindung von Fachpflegekräften aus dem Ausland. Zur Analyse der Bedarfe und Bedürfnisse werden die Interaktionen zwischen Pflegenden stationärer Einrichtungen und neu zugewanderter Pflegender beleuchtet. Die Daten der teilnehmenden Beobachtungen werden mit leitfadengestützten Interviews kontrastiert und im Rahmen einer begleitenden Evaluation nach der Grounded Theory ausgewertet. Die zentralen Ergebnisse zeigen, dass die Sprachfähigkeit zwar bedeutsam für den Integrationsprozess ist, aber das eigentlich Essentielle das „anerkannt Sein“ im geteilten Pflegealltag darstellt. Gemeinsam werden in Fokusgruppen Qualifizierungsbausteine abgeleitet und umgesetzt.
Zusammenfassung
Die qualitative Studie im Rahmen des Projekts TransCareKult untersucht die Integration neu zugewanderter Pflegekräfte in stationären Einrichtungen. Ziel ist es, eine nachhaltige Personalbindung zu fördern. Die Analyse zeigt, dass Sprachkenntnisse zwar wichtig sind, jedoch das Gefühl der Anerkennung im Pflegealltag entscheidend für die Integration ist. Die Studie hebt hervor, dass eine wechselseitige Willkommenskultur notwendig ist, um die Bedürfnisse sowohl langjähriger als auch neu zugewanderter Mitarbeitender zu berücksichtigen. Qualifizierungsmaßnahmen zur Förderung einer solchen Kultur
Schlagwörter
EINARBEITUNG; ANERKENNUNG; INTEGRATION; SPRACHE; PROJEKT; TEAM; BEOBACHTUNG; PFLEGE; ERLEBEN;
