Evidence-based Practice in Krankenhäusern im Nordwesten Deutschlands. Status quo und Einfluss soziodemografischer Merkmale von Pflegenden auf Kenntnisse und Anwendung von EBP sowie Einstellungen gegenüber EBP
Frauke Wiedermann, Thomas Schnittger, Dr. Julia Gockel, Antje Heckroth, Anne Mertens, Jasmin Overberg, Prof. Dr. Heinke Röbken, Prof. Dr. Martina Kadmon
Pflegewissenschaft, Hungen · 2019 · Heft 3 · S. 1 bis 1 · DOI 10.3936/1580
Abstract
Obwohl eine Evidence-based Practice (EBP) in Deutschland seit langem gesetzlich verankert ist, wird diese immer noch unzureichend umgesetzt. Die Befragung von Pflegenden in sechs deutschen Krankenhäusern zeigt, dass weniger als die Hälfte der Pflegenden über Wissen zu EBP verfügt und noch weniger EBP in der Praxis auch anwenden. Soziodemografische Merkmale der Pflegenden wie Alter, Geschlecht, Jahre der Berufstätigkeit und Zeitpunkt der Ausbildung beeinflussen dabei sowohl Wissen und Anwendung von EBP als auch die Bewertung förderlicher und hinderlicher Faktoren zur Umsetzung von EBP in der Pflegepraxis.
Zusammenfassung
Die Untersuchung zur Evidence-based Practice (EBP) in Krankenhäusern im Nordwesten Deutschlands zeigt, dass weniger als 50 % der Pflegenden über Kenntnisse zu EBP verfügen und diese in der Praxis anwenden. Soziodemografische Merkmale wie Alter, Geschlecht und Berufserfahrung beeinflussen sowohl das Wissen als auch die Anwendung von EBP. Trotz gesetzlicher Vorgaben und positiver Einstellungen der Pflegekräfte gegenüber EBP bestehen erhebliche Barrieren, darunter mangelnde Kompetenzen und ungünstige strukturelle Bedingungen. Die Studie, die auf einer Befragung von 2.950 Pflegekräften basiert,
Schlagwörter
GRUPPE; AUSBILDUNG; PFLEGE; FRAGEBOGEN; BEFRAGUNG; WEITERBILDUNG; REFORM; ALTERSGRUPPE; ENTWICKLUNG;
