„Da kommt jemand und gibt uns eine Stimme“. Diabetes mellitus bei post-sowjetischen Zugewanderten: Subjektive Krankheitstheorien und persönliche Ressourcen – Methodenpapier eines qualitativen Forschungsprojektes
Sigrun Simolka, Prof. Dr. Gabriele Bartoszek, Prof. Dr. Wilfried Schnepp
Pflegewissenschaft, Hungen · 2019 · Heft 6 · S. 1 bis 1 · DOI 10.3936/1592
Abstract
Eine der größten Migrationsgruppen in Deutschland sind Zugewanderte aus der ehemaligen Sowjetunion. Es existieren keine Untersuchungen zu den subjektiven Vorstellungen über Diabetes mellitus und persönlichen Ressourcen in der Krankheitsbewältigung durch Betroffene aus diesem Herkunftsland. Mit dieser Studie sollen die Themen mit Hilfe von Leitfaden-gestützten Interviews nach Witzel erfasst und mittels der qualitativen Inhaltsanalyse nach Mayring ausgewertet werden. Ziel der Untersuchung ist es, die subjektiven Sichtweisen zu explorieren und eine Veränderung in den Beratungen zu ermöglichen. In diesem Artikel wird die methodische Herangehensweise beschrieben und diskutiert. Die Studie entsteht im Rahmen des PhD-/Doktoranden-Kollegs der Universität Witten/Herdecke.
Zusammenfassung
Die Studie untersucht die subjektiven Krankheitstheorien und persönlichen Ressourcen von post-sowjetischen Zugewanderten in Deutschland, die an Diabetes mellitus leiden. Diese Migrantengruppe, bestehend aus russlanddeutschen Spätaussiedlern und jüdischen Kontingentflüchtlingen, ist sehr heterogen und hat unterschiedliche Vorstellungen über Gesundheit und Krankheit. Die Forschung erfolgt durch leitfadengestützte Interviews und qualitative Inhaltsanalyse, um die Perspektiven der Betroffenen zu erfassen und die Beratungsansätze zu verbessern. Ziel ist es, die individuellen Sichtweisen zu
Schlagwörter
SOWJETUNION; STUDIE; HILFE; ZIEL; KRANKHEIT; MIGRATION; SPRACHE; DEPRESSION; ENTSCHEIDUNG;
