Ein Eingriff wie jeder andere. Die Explantation: eine Grenzsituation für die Pflegenden im OP
Beate Ninow, Diana Brodda
Pflegewissenschaft, Hungen · 2019 · Heft 6 · S. 1 bis 1 · DOI 10.3936/1602
Abstract
In Deutschland, Österreich und der Schweiz wurden 2017 insgesamt 1120 Explantationen in den Operationsabteilungen durchgeführt. In Österreich und der Schweiz gibt es zwei verschiedene Vorgehensweisen bei der Organentnahme. Bei beiden Verfahrensweisen ist die Patientin?/?der Patient vor der Operation für Hirntod erklärt worden. Ziel der Literaturübersicht ist die Identifikation von Belastungsfaktoren und Coping-Strategien Pflegender im OP während des Organentnahmeprozesses. Daraus ergeben sich vier verschiedene Ansatzpunkte für die Pflegepraxis, in den Bereichen interprofessionelle Zusammenarbeit, Weiterbildung, Unterstützungsstrategien und die Wahrnehmung der Bedürfnisse der Pflegenden im OP.
Zusammenfassung
Der Artikel behandelt die Herausforderungen, denen Pflegekräfte während der Explantation von Organen im Operationssaal gegenüberstehen. Im Jahr 2017 fanden in Deutschland, Österreich und der Schweiz 1120 Organentnahmen statt, wobei die Patienten zuvor für hirntot erklärt wurden. Die Literaturübersicht identifiziert Stressfaktoren und Bewältigungsstrategien der Pflegenden und schlägt vier Ansatzpunkte für die Praxis vor: interprofessionelle Zusammenarbeit, Weiterbildung, Unterstützungsstrategien und die Berücksichtigung der Bedürfnisse der Pflegenden. Die psychische Belastung variiert
Schlagwörter
ERLEBEN; LEBEN; PATIENT; TOD; EINSTELLUNG; ORGANSPENDE; STRESS; BELASTUNG; LITERATURRECHERCHE;
