Erwartungen von männlichen pflegenden Angehörigen an betreute Urlaube
Anna Drees (B. Sc.), Ariane Rolf (M. A.), Prof. Dr. Norbert Seidl, Prof.in Dr.in Änne-Dörte Latteck
Pflegewissenschaft, Hungen · 2019 · Heft 6 · S. 1 bis 1 · DOI 10.3936/1609
Abstract
Das Belastungserleben pflegender Männer erlangt im wissenschaftlichen Diskurs zunehmend Beachtung. Wenig untersucht sind Erwartungen an spezifische Entlastungsangebote wie betreute Urlaube. Neun Experteninterviews mit pflegenden Männern, die mit ihren pflegebedürftigen Ehefrauen einen betreuten Urlaub verbrachten, zielten auf die Exploration von Erwartungen, Belastungen und Faktoren, die diese beeinflussen. Die Datenauswertung erfolgte mittels qualitativer Inhaltsanalyse nach Gläser & Laudel (2010). Die pflegenden Männer stellten in erster Linie Erwartungen an die Betreuung, den Service und das Freizeitangebot. Diese werden durch eine Rollenveränderung und genderspezifische Konstruktionsprozesse beeinflusst. Es wurden konzeptuelle Hinweise zur Gestaltung betreuter Urlaube abgeleitet.
Zusammenfassung
Der Fachtext untersucht die Erwartungen männlicher pflegender Angehöriger an betreute Urlaube, ein Entlastungsangebot im Rahmen der Verhinderungspflege. Neun Experteninterviews mit Männern, die gemeinsam mit ihren pflegebedürftigen Ehefrauen an solchen Urlauben teilnahmen, wurden durchgeführt. Die Analyse zeigt, dass die Männer vor allem Erwartungen an die Betreuung, den Service und Freizeitangebote haben, die durch geschlechtsspezifische Rollenveränderungen beeinflusst werden. Die Studie hebt die Notwendigkeit hervor, die Perspektive pflegender Männer stärker zu berücksichtigen, um die
Schlagwörter
URLAUB; PFLEGE; BETREUUNG; FRAU; ZEIT; MOTIVATION; STUDIE; ERLEBEN; BEZIEHUNG;
