Zeiten des Übergangs. Eine empirische Untersuchung zum Erleben nach einem Myokardinfarkt.
Cordula Lange B.Sc., Prof. Dr. Susanne Schuster
Pflegewissenschaft, Hungen · 2020 · Heft 2 · S. 1 bis 1 · DOI 10.3936/1667
Abstract
Ein Myokardinfarkt leitet im Leben von Betroffenen einen Übergang von vermeintlich stabiler Gesundheit hin zu Krankheit ein. Das Transitionserleben von Infarktpatient(inn)en war bisher kaum Gegenstand der Forschung und soll daher in dieser Untersuchung exploriert werden. Dazu wurden Leitfadeninterviews mit Betroffenen geführt und diese mittels qualitativer Inhaltsanalyse ausgewertet. Die Ergebnisse zeigen, dass die Befragten ihren Myokardinfarkt als unerwartetes Ereignis erlebten, das mit multiplen Veränderungen einherging. Ausreichende Informationen und ein unterstützendes soziales Umfeld förderten die Transition, während Ängste sie hemmten. In der pflegerischen Betreuung der Betroffenen stellen individuelle, settingübergreifende Angebote einen gewinnbringenden Ansatz dar.
Zusammenfassung
Die Studie untersucht das Erleben von Menschen nach einem Myokardinfarkt, da dieser einen Übergang von vermeintlicher Gesundheit zu Krankheit darstellt. Die Ergebnisse zeigen, dass Betroffene Veränderungen und Ängste erleben, während Informationen und soziale Unterstützung den Übergang fördern. Individuelle, settingübergreifende Angebote in der Pflegebetreuung sind hilfre Der Text beschreibt die Erfahrungen von Personen, die einen Myokardinfarkt erlitten haben. Sie berichten von finanziellen Verlusten während ihrer Krankheitsphase, Schwierigkeiten bei der Einhaltung der empfohlenen Erholungsphase und Unsicherheiten bezüglich der medizinischen Betreuung. Auch das Verhalten ihrer Familie wird thematisiert, sowie die Herausforderungen im Umgang mit sozialen Rollen nach
Schlagwörter
ERLEBEN; LEBEN; BETREUUNG; ZEIT; ENTWICKLUNG; AUSBAU; FAMILIE; FORSCHUNG; INFORMATION;
