Pflegewissenschaft · Artikel

Inkontinenz-assoziierte Dermatitis

Mittermair, N.; Dr. Mantovan, F.; Prof.Dr. Eisendle, K.

Pflegewissenschaft, Hungen · 2020 · Heft 5 · S. 293 bis 299 · DOI 10.3936/1793

Abstract

Inkontinenz ist für Menschen weit häufiger ein Problem als allgemein angenommen. Die Betroffenen verschweigen oft die Inkontinenz und nicht nur sie selbst oder deren Familien, sondern auch das gesamte Gesundheitspersonal sind mit der Situation überfordert. Harnund/oder Stuhlinkontinenz sind für die Betroffenen eine umfangreiche Herausforderung, welche neben primären Krankheitssymptomen zudem auch mit einer Beeinträchtigung der Lebensqualität einhergeht. Eine häufige Folge der Inkontinenz ist die Inkontinenz-assoziierte Dermatitis (IAD), welche eine lokale, oberflächliche Entzündung der perinealen Haut bezeichnet. Sie tritt als Rötung auf und kann als oberflächliche Hautschädigung bis an die Subkutis reichen und sogar mit Blasenbildungen einhergehen. Die Barrierefunktion der Haut wird beeinträchtigt und des Weiteren treten oft zusätzliche Komplikationen wie Juckreiz und Schmerzen auf. Nicht nur Reizstoffe wie Urin und Kot, sondern auch ein schon bestehender schlechter Hautzustand durch meist dünne, schuppige und trockene Haut oder auch eine verringerte Mobilität zählen zu den Risikofaktoren der Entstehung einer IAD. Die Prävalenzzahlen in Pflegeheimen variieren zwischen 5, 6 % und 50 %, im Krankenhaus wird ein Durchschnittswert von 43 % der inkontinenten Erwachsenen angegeben. Und genau aufgrund dieser gerade genannten hohen Prävalenzrate wird in Zukunft stärker der Ruf nach entsprechender professioneller Versorgung laut werden. Ein gezieltes Vorgehen und die Verwendung von validierten Assessmentinstrumenten kann Pflegenden helfen, den Hautzustand richtig einzuschätzen, aber auch IAD von Druckulzera zu differenz

Zusammenfassung

Der Text beschreibt die Inkontinenz-assoziierte Dermatitis (IAD) und ihre Auswirkungen auf die Haut von Betroffenen. Inkontinenz ist ein häufiges Problem, das oft verschwiegen wird und zu Hautschäden führen kann. Die IAD ist eine Entzündung der Haut im Perinealbereich, die durch Urin und Kot verursacht wird. Die Prävalenz der IAD ist Die Studie untersuchte die Wirksamkeit von sechs Hautschutzmitteln, die eine hydrophobe, physikalische Barriere bilden. Produkte mit Zinkoxid erwiesen sich als effektivste Barriere, gefolgt von Wasser-in-Öl und nichtwässrigen Formulierungen. Die Verwendung von Glycerin verbesserte die Hautfeuchtigkeit signifikant. Produkte mit Petrolatum zeigten Schutz vor Re

Schlagwörter

HAUT; STUDIE; WASSER; INKONTINENZ; REINIGUNG; THERAPIE; PFLEGE; PROBLEM; RISIKO;